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Komplette Produktideen auf Knopfdruck

Die HARTING Technologiegruppe hat den Industrial AI Award „FREDDIE“ gewonnen. Die „Connectivity AI“ der Technologiegruppe überzeugte die Fachjury in der Kategorie „Game Changer“. Die Anwendung kombiniere ein lernfähiges Sprachmodell mit generativem Design und konzeptionellem Know-how. So entstehen auf Knopfdruck komplette Produktideen für neue Verbindungslösungen — inklusive Skizzen, CAD-Modellen und Simulationen. Der Industrial AI Award wurde von publish-industry und UnternehmerTUM initiiert.

Mit der „Connectivity AI“ habe die HARTING Technologiegruppe eine Anwendung entwickelt, die es Produktentwicklern und -designern erlaube, intuitiv mit einer Künstlichen Intelligenz (KI) zu interagieren und Anforderungen und Lösungsvorschläge auszutauschen. Die Ingenieure könnten ihre technischen Anforderungen in natürlicher Sprache eingeben, dokumentieren und sogar wiederverwenden. Die KI analysiere und trainiere diese Anforderungen und entwickele in Echtzeit passende Produktskizzen, 3D-Modelle und Simulationen, die diesen Anforderungen gerecht werden. „Die Idee entstand aus der Herausforderung, individuelle Kundenanforderungen schnell und zuverlässig zu bedienen“, erklärt Simon Hagen, Head of Innovation Hub bei der HARTING Technologiegruppe, und weiter: „Manuelle Designprozesse durchlaufen zahlreiche Iterationen und Prüfschleifen. Der Prozess ist fehleranfällig und daher zeitaufwändig.“ Mit der immer größer werdenden Nachfrage nach kundenspezifischen Anschlusslösungen fehlten zudem immer mehr Fachkräfte, die dieses Domänenwissen mitbringen. „Connectivity AI löst diese Probleme und verbindet natürliche Interaktion mit generativem Design“, fasst Hagen zusammen.

Die HARTING Technologiegruppe hat „Connectivity AI“ im Zuge eines internen Innovationsprogramms entwickelt. Externe Partner und Hochschulen haben mit Know-how unterstützt. Von der Idee bis zur Umsetzung folgten die Entwickler bekannten Schritten. Aus bestehenden Herausforderungen leiteten sie Anforderungen ab, entwickelten einen Prototyp, integrierten zusätzliche Funktionen und Tools, überprüften die Ergebnisse. Der Clou: Nach der Fertigstellung könne die KI nun die routinemäßigen Designaufgaben im Entwicklungsprozess übernehmen. So sparen die Ingenieure nicht nur Zeit, sondern könnten sich auch voll und ganz auf die strategische Problemlösung konzentrieren. Im Ergebnis entstehe wesentlich schneller ein valider Prototyp. Die Plattform werde ständig weiterentwickelt und optimiert: höhere Geschwindigkeit, zusätzliche Simulationstools, neue Bauteile und Komponenten. Langfristig verfolgt die HARTING Technologiegruppe eine klare Vision: Ingenieurinnen und Ingenieure bringen ihre Lösungskompetenz ein, „Connectivity AI“ übernimmt die Umsetzung von der Skizze bis zur Simulation. So soll die Anwendung nicht nur einzelnen Teams einen Mehrwert bieten, sondern dem gesamten Unternehmen und natürlich seinen Kunden.

     

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