Politik und Standort
Resilienz stärken, Zusammenarbeit vertiefen
Der Angriff Russlands auf die Ukraine und die weltweiten Machtverschiebungen verdeutlichen die sicherheitspolitische Zeitenwende, in der sich die Bundesrepublik befindet. Für Nordrhein-Westfalen sind Fragen der Sicherheit und die Stabilität der Wirtschaft enger miteinander verknüpft denn je. Mit einem Produktionswert von bis zu 22,4 Milliarden Euro und rund 200.000 Beschäftigten spielt die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie hier bereits heute eine zentrale Rolle. Ein Drittel aller Unternehmen könnte im Zusammenhang mit der Gesamtverteidigung von Leistungsverpflichtungen betroffen sein. Dies war Thema des Parlamentarischen Abends von IHK NRW e.V. im Düsseldorfer Landtag, an dem auch IHK-Präsident Jörn Wahl-Schwentker und IHK-Hauptgeschäftsführerin Petra Pigerl-Radtke teilgenommen haben. Unter dem Titel „Wirtschaft & Gesamtverteidigung: Resilienz stärken, Zusammenarbeit vertiefen“ ging es darum, wie Unternehmen in Krisenzeiten widerstandsfähig bleiben — und welche Rolle die Wirtschaft für die Sicherheit unseres Landes spielt.
Dabei war Ostwestfalen stark vertreten: Landtagspräsident André Kuper begrüßte zahlreiche Gäste aus der Region — darunter die Landtagsabgeordneten Raphael Tigges, Christina Osei und Tom Brüntrup, Christian Nüßer von der VENJAKOB Maschinenbau GmbH & Co. KG sowie Tanja Lindermeier-Kuhnke von der GuS glass + safety GmbH & Co. KG aus Lübbecke.
Tanja Lindermeier-Kuhnke beteiligte sich außerdem an der Podiumsdiskussion: Sie schilderte, wie das Lübbecker Unternehmen seit 48 Jahren als Produzent und Lieferant von Winkelspiegeln und Panzerglas die Bundeswehr unterstützt. Bereits im August war das Unternehmen bei der Veranstaltung „Bundeswehr — Wirtschaft“ in der IHK in Bielefeld zu Gast, in der aufgezeigt wurde, wie Betriebe sich als Partner der Bundeswehr einbringen und eigene Potenziale erkennen können.



