Politik und Standort
Talente ermutigen
Die Hochschule Bielefeld (HSBI) kann nach eigener Aussage einen bedeutenden Erfolg in der Gründungsförderung verbuchen: Das Center for Entrepreneurship (CFE) der HSBI erhält aus Mitteln des Programms „Start-up Center.NRW“ eine Förderung in Höhe von 1,1 Millionen Euro vom Land Nordrhein-Westfalen. Damit soll das CFE im Förderzeitraum 2026 bis 2028 strategisch weiterentwickelt und ein Start-up Center (SC@CFE) aufgebaut werden.
„Die Förderung ist eine starke Anerkennung unserer bisherigen Arbeit und gibt uns die Möglichkeit, unsere Unterstützungsangebote für gründungsinteressierte Studierende und Forschende deutlich auszuweiten“, sagt Prof. Dr. Tim Kampe, Leiter des CFE. „Wir können das CFE mit einem eigenen Start-up Center auf das nächste Level heben und die Gründungskultur an der HSBI noch tiefer in der Hochschule verankern.“
Mit der Förderung verfolge das CFE das Ziel, ihre Gründungsaktivitäten zu intensivieren und künftig noch mehr Studierende und Forschende für unternehmerisches Denken und Handeln zu gewinnen. Während technologieorientierte Ausgründungen weiterhin einen Schwerpunkt bilden, sollen künftig insbesondere auch bislang weniger stark adressierte Fachbereiche eingebunden werden. Im Fokus stehen dabei technologieorientierte Gründungen aus den Themenfeldern Industrial Technology, Social Technology und Health Technology.
„Gerade an den Schnittstellen von Industrie, Gesellschaft und Gesundheit sehen wir großes Innovationspotenzial“, betont Prof. Dr. Ingo Ballschmieter, Leiter des CFE. „Wir möchten Talente aus allen Fachbereichen ermutigen, ihre Ideen weiterzudenken und den Schritt in Richtung Gründung zu wagen.“
Darüber hinaus würden mit der Förderung vier neue Stellen im CFE geschaffen: Zwei Scouts für die Themenfelder Industrial Technology sowie Health & Social Technology werden künftig Gründungsteams coachen. Eine weitere Position übernimmt das Schnittstellen- und Community-Management. Ergänzend wird eine vierte Person den Ausbau des Unterstützungsangebots in der späteren Phase begleiten — mit dem Fokus auf Anschlussfähigkeit an Accelerator-Programme sowie auf die Investor Readiness der Start-ups.
Das Programm „Start-up Center.NRW“ des Landes NRW verfolgt das Ziel, die Integration von Gründungsunterstützung und Gründungskultur in Forschung, Lehre und Transfer sowie in der Verwaltung von Hochschulen nachhaltig zu stärken. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass trotz ausgezeichneter Forschung und Lehre gründungsrelevante Potenziale der Wissenschaft zu selten genutzt werden für die Entwicklung von Start-ups aus den Hochschulen heraus.
Durch die nun angestoßene Förderung sollen Hochschulen als Keimzelle für innovative Start-ups gestärkt und Anzahl sowie Qualität von Ausgründungen deutlich erhöht werden. Insgesamt stellen das Land NRW und die Europäische Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) rund 18 Millionen Euro zur Verfügung. Von 23 eingereichten Anträgen wurden 14 Vorhaben zur Förderung empfohlen.



