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Unternehmen + Märkte

„Wir sind mit 2025 zufrieden“

Wir sind mit 2025 zufrieden“, fasste Vorstandssprecher Mark Rosenkranz — typisch ostwestfälisch —  das vergangene Geschäftsjahr der EDEKA-Minden Hannover während der Bilanz-Pressekonferenz in einem Satz zusammen. Geprägt von hoher Preissensibilität, intensivem Wettbewerb und steigenden Kosten habe sich der genossenschaftlich organisierte Unternehmensverbund in schwierigem Marktumfeld behauptet. Der Konzernaußenumsatz sei 2025 auf 12,43 Milliarden Euro gestiegen und liege damit 1,6 Prozent höher als 2024. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) sei demnach mit 235,2 Millionen Euro leicht über den Vorjahreswert gestiegen, ebenso der Jahresüberschuss mit 160 Millionen Euro. Mit rund 1.500 Märkten — darunter 647 selbstständige Lebensmitteleinzelhändler — sei die EDEKA Minden-Hannover der stärkste Lebensmittelhändler in ihrem Geschäftsgebiet. Sie beschäftige 76.432 Mitarbeitende, darunter 3.140 Auszubildende und zirka 9.000 Mitarbeitende in Ostwestfalen.

Mit einem Gesamtvolumen von rund 557 Millionen Euro lagen die Investitionen nach Worten von Rosenkranz auch 2025 auf einem anhaltend hohen Niveau. Damit unterstreiche der Unternehmensverbund seine Ausrichtung auf langfristige Wettbewerbsfähigkeit und verlässliche Nahversorgung. Rund 300 Millionen Euro seien in neue Standorte, Grundstücke sowie in die Einrichtung und Modernisierung von Märkten im Vertriebsgebiet geflossen. Insgesamt sei eine Verkaufsfläche von rund 55.700 Quadratmetern neu an den Start gebracht worden. Damit habe der größte Regionalverbund der nationalen EDEKA-Gruppe seinen Expansionskurs fortgesetzt und seine regionale Marktposition weiter gestärkt. Wie Finanz-Vorstand Ulf U. Plath ausführte, sei der Edeka-Campus in Minden mit der umgebauten Magistrale fertiggestellt.

„Wachstum ist und bleibt unsere zentrale Aufgabe für das laufende Jahr“, betonte der Vorstandssprecher. Trotz anhaltender wirtschaftlicher Herausforderungen plane die EDEKA Minden-Hannover für 2026 Investitionen in Höhe von rund 684 Millionen Euro — das höchste Volumen in ihrer Unternehmensgeschichte. Rund 400 Millionen Euro sollen in Einzelhandelsimmobilien fließen, rund 200 Millionen seien für die Umstellung der Lkw-Flotte sowie für die gezielte Weiterentwicklung der Logistik- und Produktionsstandorte vorgesehen.

Demnach stellt der Verbund seine Lkw-Flotte im Großhandel zu 100 Prozent auf den klimafreundlicheren Kraftstoff Bio-LNG um. Die Anzahl der mit Bio-LNG betriebenen Lkw sei im Vorjahr auf 550 LNG-Fahrzeuge angestiegen und habe 2025 eine CO₂-Einsparung von über 30.000 Tonnen ermöglicht. Für 2026 seien weitere 70 neue Lkw geplant. Die Flottenumstellung soll im ersten Quartal 2027 vollständig abgeschlossen sein. Damit sei die EDEKA Minden-Hannover Vorreiter bei der Dekarbonisierung der Handelslogistik.

„Wenn wir unserem Anspruch genügen wollen, die besten im Lebensmitteleinzelhandel zu sein, müssen wir dafür auch die besten Mitarbeitenden haben“, hob Rosenkranz hervor und ging auf die Attraktivität der inhäusigen Aus- und Weiterbildung ein. So habe man zwischen 2021 und 2025 allein 121 Fleischermeister ausgebildet. 2025 seien insgesamt mehr als 1.000 Mitarbeitende in den Frischebereichen gezielt weitergebildet worden — von Käsespezialisten über Seafood-Experten bis hin zu den Fleischermeistern. „Mit leistungsstarken Frischebereichen und Bedientheken für Käse, Fleisch und Wurst, Backwaren sowie Fisch als prägende ‚Herzstücke‘ unserer Märkte schärfen wir gezielt unser Qualitätsversprechen und bauen unsere Beratungskompetenz kontinuierlich aus.“ Neben hochwertigen Produkten sei vor allem die fachliche Kompetenz der Teams vor Ort entscheidend. Die Bedienthekenkompetenz bleibe damit ein zentraler strategischer Differenzierungsfaktor zu den Marktbegleitern. Auch deshalb bleibe die EDEKA Minden-Hannover im Ausbildungsbereich ein verlässlicher Partner, so der Vorstandssprecher: Für 2026 seien rund 1.500 neue Ausbildungsplätze in knapp 30 Ausbildungsberufen geplant.

Jörg Deibert, IHK

     

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