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Unternehmen + Märkte

Mit innovativen Produkten punkten

Die Bielefelder Dr. Wolff Group hat ihren Wachstumskurs im Geschäftsjahr 2025 trotz eines anspruchsvollen makroökonomisch­en Umfelds fortgesetzt. Das Unternehmen weist den Umsatz erstmals als Nettoumsatz aus: Auf dieser Basis stieg der konsolidierte Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Prozent von 361,2 Millionen Euro auf 384,4 Millionen Euro. Angetrieben wurde dieses Wachstum durch starke Marken­konzepte, erfolgreiche Neuprodukte sowie eine konsequente Internationalisierungsstrategie.

„Während viele große FMCG-Konzerne stagnieren, sind wir 2025 erneut profitabel gewachsen. Die Nachfrage nach wirksamen, wissenschaftlich fundierten Lösungen in den Bereichen Haar, Haut und Zähne bleibt hoch. Dieses Umfeld nutzen wir konsequent mit einem Fokus auf Innovationen und schneller Umsetzung in unseren Kernmarken“, so Eduard R. Dörrenberg, CEO und geschäftsführender Gesellschafter der Dr. Wolff Group, bei der Vorstellung der Geschäftszahlen.

Der Inlandsumsatz der Dr. Wolff Group erreichte 2025 rund 227 Millionen Euro, was einem Anteil von 59 Prozent am Gesamtumsatz entspricht (2024: 65 Prozent). Das Wachstum im deutschen Markt betrug 2,4 Prozent. Der Auslandsumsatz wuchs mit 12,8 Prozent deutlich stärker auf 157 Millionen Euro und trug mit 41 Prozent zum Gesamtumsatz bei (2024: 35 Prozent). Diese Verschiebung belege die zunehmende Bedeutung internationaler Märkte für das Bielefelder Familienunternehmen.

Die größten Auslandsumsätze erzielte das Unternehmen in Großbritannien, China, Tschechien und Österreich. Besonders dynamisch wuchsen Polen, Spanien und Ungarn. Regional betrachtet wuchs Südeuropa um 54 Prozent, Nordamerika um 32 Prozent und China um 27 Prozent.

Mit dem Markteintritt der Zahnpflegemarke Bioniq® in Brasilien legte Dr. Wolff im vierten Quartal den Grundstein für eine langfristige Präsenz in einem der größten Konsumgütermärkte der Welt.

Aufgeteilt nach Segmenten, entfallen 65 Prozent des Umsatzes auf die Kosmetiksparte mit 250,8 Millionen Euro (+ 4,5 Prozent) und 35 Prozent auf die Division Pharma mit 133,6 Millionen Euro (+ 10,2 Prozent). Das Wachstum im Pharmabereich spiegele die steigende Nachfrage nach wissenschaftlich fundierten, auch rezeptfreien Therapielösungen in den Bereichen Gynäkologie und Dermatologie wider.

Ein wesentlicher Wachstumstreiber des Jahres 2025 waren Neuprodukte, die aus der eigenen Forschung und Entwicklung (F&E) hervorgegangen seien. Dazu zählten insbesondere die Coffein- und DMG-Formulierungen bei Alpecin und Plantur, die neue Wirkdimensionen bei der Bekämpfung von erblich bedingtem Haarausfall erschließen, sowie Produkte in der Gynäkologie und Zahnpflege. Innerhalb von zwei Jahren wurden 16 neue Formulierungen und Produkte entwickelt.

„Als Familienunternehmen mit 120-jähriger Geschichte ist unsere Antwort auf wirtschaftliche Herausforderungen klar. Wir investieren weiter in Forschung und Entwicklung, bauen unsere Innovationskraft konsequent aus und nutzen Datenanalysen und KI, um schneller zu sein und näher an unseren Konsumentinnen und Konsumenten zu bleiben“, betont Dörrenberg.

Das erste Quartal 2026 verlief mit einem Umsatzanstieg von 13 Prozent auf 110,4 Millionen Euro (97,8 Millionen Euro in 2025) für die Dr. Wolff Group sehr positiv. So führte das Unternehmen in drei weiteren Märkten — Großbritannien, der Tschechischen und Slowakischen Republik sowie in Hongkong — das neue Plantur DMG Clinical Shampoo und Serum ein. Zu den herausragenden Ereignissen zähle der Eintritt von Bioniq® Zahnpflege in den britischen Einzelhandel: Die Marke wurde flächendeckend in mehr als 400 Filialen der Drogeriekette „Boots“ gelistet. Zuvor war das Wachstum im Oral Care-Bereich stark onlinegetrieben.

Für 2026 sei unter anderem der globale Roll-out weiterer Plantur-Innovationen geplant. Darüber hinaus seien weitere gynäkologische Produkte der Vagisan-Familie in der Entwicklung. Im internationalen Geschäft liege der Fokus auf Asien, Nordamerika und ausgewählten europäischen Märkten. Auch der brasilianische Markt soll konsequent weiter ausgebaut werden.

„Wir sehen trotz aller Unsicherheiten durch geopolitische Spannungen erhebliches Potenzial in unseren Kernkategorien. Wer schnell, fokussiert und innovationsgetrieben agiert, kann auch in einem Umfeld zunehmender Regulierung und Wettbewerbsintensität nachhaltig wachsen. Genau darauf richten wir Dr. Wolff aus“, so Dörrenberg.

     

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