Politik und Standort
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ALTER MARKT HERFORD – PLANUNG KONSTRUKTIV BEGLEITEN
Die Stadt Herford treibt die Planungen für den Umbau des Alten Marktes weiter voran. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität im historischen Stadtkern nachhaltig zu verbessern, den zentralen Platz funktional und gestalterisch aufzuwerten. Dabei spielen auch Aspekte wie Barrierefreiheit und die multifunktionale Nutzung durch Handel, Gastronomie und Schausteller eine wichtige Rolle.
Während einer gemeinsamen Begehung mit Vertretern der Stadt und den Planungsbüros verschafften sich Gastronomen, Händlerinnen und Händler sowie Dienstleister und Immobilieneigentümer einen Überblick über die örtlichen Gegebenheiten. Diskutiert wurden insbesondere Anforderungen und Wünsche an einen zukünftigen Platz. Dabei ging es insbesondere um die Erreichbarkeit während der Bauphase, die Organisation von Lieferverkehren sowie um die Sicherstellung ausreichender Kundenfrequenz.
Götz Dörmann, als IHK-Geschäftsführer unter anderem für die Bereiche Handel und Dienstleistung verantwortlich sowie Regionalbetreuer für den Kreis Herford, brachte dabei die Interessen der ansässigen Unternehmen ein. Er machte deutlich, dass eine attraktive Gestaltung des Platzes grundsätzlich begrüßt wird und lobte, dass die wirtschaftliche Funktionsfähigkeit der Innenstadt berücksichtigt wird. Eine frühzeitige, transparente Kommunikation sowie verlässliche Zeitvorgaben sind entscheidend, um Planungssicherheit zu schaffen. In keinem Fall dürfen Betriebe längerfristig nicht oder nur sehr schwer erreichbar sein, da sonst Geschäftsschließungen drohen.
Aus Sicht der IHK bietet die Neugestaltung des Alten Marktes die Chance, die Wettbewerbsfähigkeit der Herforder Innenstadt langfristig zu stärken und neue Impulse für Handel und Gastronomie zu setzen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Belange der lokalen Wirtschaft kontinuierlich in den Planungsprozess einfließen und praktikable Lösungen für die Übergangszeit gefunden werden. Die IHK wird das Projekt weiter konstruktiv begleiten.
ZUKÜNFTIG UNTERNEHMER
Vedran Stojcevics Weg in die Selbstständigkeit hat IHK-Existenzgründungsberater Tobias Kaufmann aus der IHK-Zweigstelle Paderborn + Höxter bei der Aufstellung des Businessplans eng begleitet. Stojcevic bietet einen mobilen Reinigungsservice für Mülltonnen an. Dafür kommt ein spezielles Fahrzeug zum Einsatz, um die Tonnen in einem geschlossenen Kreislauf mittels Heißwasser und umweltverträglichen Reinigungsmitteln von Rückständen zu befreien. Sein Angebot richtet sich an Müllentsorgungs- und Facility-Unternehmen.
Der Businessplan konnte über die „Unternehmenswerkstatt Deutschland“ (www.uwd.de) so optimiert und mit „Letter of Intents“ von Abfallentsorgungsbetrieben angereichert werden, dass die Sparkasse den „KfW Startgeld-Kredit“ für den Kauf des speziellen Reinigungs-Lkw begleitet. Aktuell ist Stojcevic noch als Berufskraftfahrer angestellt — zukünftig ist er Unternehmer.



