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Unterschiedliche Umsatzentwicklung
International schwelende Konflikte, wachsender Protektionismus, aber auch die träge Konjunktur in Europa, Währungsschwankungen und hohe Standortkosten — all diese Faktoren spürt auch die Böllhoff Gruppe mit Sitz in Bielefeld. In diesem schwierigen Fahrwasser verzeichnete der Verbindungsspezialist 2025 nach eigenen Angaben einen Umsatzrückgang auf jetzt 726 Millionen Euro (2024: 754 Millionen Euro). Das entspricht einem moderaten Rückgang von —3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (währungsbereinigt: —1,3 Prozent). „Diesen leichten Abschwung haben wir genutzt, um weiter ins Unternehmen zu investieren: in neue Standorte weltweit, in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeitenden sowie in Digitalisierung und Prozessoptimierung. Gruppenweit flossen dazu insgesamt 38 Millionen Euro an Investitionen. Unsere Eigenkapitalquote blieb damit mit rund 50 Prozent auf einem stabilen Niveau“, konstatieren die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Wilhelm A. Böllhoff und Michael W. Böllhoff. Gleichzeitig habe die Unternehmensgruppe den größten Umbau in ihrer jüngeren Geschichte erfolgreich abgeschlossen, hin zu vier Weltregionen. Habe die erste Jahreshälfte 2025 noch schwächere Monatsumsätze mit sich gebracht, präsentierten sich die Umsätze in der zweiten Jahreshälfte wieder deutlich stärker. Die beiden Brüder: „Hier steuerten unsere Anstrengungen, unser Geschäft je Weltregion und Branche kontinuierlich weiterzuentwickeln, ebenfalls ihren Teil bei.“
Bedingt durch die herausfordernde wirtschaftliche Lage in Europa, sei die Region unter dem Umsatzniveau des Vorjahres geblieben. Dank eines stärkeren 4. Quartals 2025 konnte der Umsatzrückgang jedoch gedämpft werden auf schließlich —3,6 Prozent zu 2024. Positive Impulse kamen in Europa insbesondere aus der Aerospace-Branche; die Kundensegmente Industrie und Automotive zeigten dagegen spürbare Einbußen. Besonders deutlich verlor die Region Nordamerika — mit einem Umsatzrückgang von —15,5 Prozent gegenüber dem starken Vorjahr 2024. Hier schlugen sich die schwierigen Marktbedingungen in den USA durch die Zollpolitik nieder, insbesondere in der Automobilbranche, aber auch der schwache US-Dollar. Denn: Währungsbereinigt fiel der Umsatzrückgang in der Region Nordamerika deutlich niedriger aus (—10,5 Prozent zum Vorjahr).
In Südamerika verzeichnete Böllhoff ein leichtes Umsatzwachstum verglichen mit 2024 ( +1,1 Prozent). Die Schwäche der regionalen Währungen war hier ebenfalls ein wesentlicher Einflussfaktor: Währungsbereinigt erzielte die Region sogar ein Umsatzwachstum von +11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ungeachtet dieser Zuwächse bremsten die schwächelnden Industrien Automotive und Landmaschinentechnik 2025 das Geschäft in Südamerika. Die beiden Branchen litten besonders unter der US-Zollpolitik sowie den insgesamt fordernden Rahmenbedingungen. In Asien entwickelten sich die Umsätze positiv: Hier schloss Böllhoff das Jahr mit einem Umsatzwachstum von +2,3 Prozent zum Vorjahr ab. Währungsbereinigt sei der Anstieg mit +6,5 Prozent auch in dieser Region noch höher ausgefallen. Besonders in den letzten Monaten des Jahres 2025 konnte in Asien eine spürbar anziehende Nachfrage verzeichnet werden, speziell aus der chinesischen Automotive-Branche.
Insgesamt beschäftigt die Böllhoff Gruppe 3.298 Mitarbeitende, davon 2.381 in der Region Europa. In der Region Nordamerika sind es 133, in Südamerika 303 und in Asien 481 Mitarbeitende.



