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Kreative Ideen für ökologische Zukunft
Die Maas Natur GmbH aus Gütersloh hat die Preisträger des ersten, firmeneigenen Umweltpreises „Natürlich leben“ bekanntgegeben: Der erste Platz ging an den Verein Ecosphere e.V. aus Rietberg für sein Projekt „Gestaltung des Eingangsbereichs zum Living Forest“. Bei der Spendenübergabe auf dem Hof Ecosphere nahmen Dominik Schlüter, Dorothea Oehme und Michael Lindermann den mit 3.500 Euro dotierten Preis von Geschäftsführer Reinhard Maas, Nachhaltigkeitsmanagerin Paulina Riebe, Filialbetreuerin Carina Schmaltz und Jury-Mitglied Rainer Bethlehem entgegen.
Die Jury überzeugte vor allem die starke Nachhaltigkeitswirkung des Projekts, da es mehrere zentrale ökologische Herausforderungen gleichzeitig angehe: die Regeneration eines zuvor konventionell bewirtschafteten Ackers, den gezielten Aufbau von Humus und Bodenleben sowie die Förderung der Biodiversität. Gleichzeitig schaffe das Projekt einen vielseitig nutzbaren Ort, der als Bildungs-, Lern-, Erholungs- und Begegnungsraum diene. Seit 2024 entwickelt der Verein Ecosphere e.V. auf einem ehemaligen Bauernhof in Rietberg-Westerwiehe einen Ort, an dem ökologischer Gemüseanbau, ein essbarer Nahrungswald nach Permakultur-Prinzipien und nachhaltiges Bauen zusammenkomme. Der Verein betreibe eine solidarische Landwirtschaft, parallel entstehe mit dem Haus Wabi ein Bildungs- und Begegnungshaus aus regionalen Materialien. Das Preisgeld fließe in die Gestaltung des Eingangsbereichs zum sogenannten Living Forest. Geplant seien Infotafeln, Schaukästen, ein Verkaufsstand für „Solawi“-Produkte sowie eine Pausenecke für Radfahrende und Besuchende.
Maas Natur zeichne mit dem Umweltpreis „Natürlich leben“ Initiativen und Vereine aus Ostwestfalen aus, die mit kreativen Ideen und mutigem Handeln eine ökologische Zukunft gestalten würden. Der Preis würdige nicht nur Vorbilder, sondern unterstütze aktiv deren Arbeit durch finanzielle Mittel und öffentliche Aufmerksamkeit.
Anlässlich seines 40‑jährigen Bestehens vergebe Maas Natur den „Natürlich leben“-Umweltpreis zum ersten Mal und schaffe damit eine Plattform für Projekte, die zeigen: „Natürlich leben ist machbar, wenn wir gemeinsam handeln“, teilt das Unternehmen mit, das insgesamt 15.000 Euro an Preisgeldern zur Verfügung gestellt hat.
Auf Platz zwei, mit einem Preisgeld von 2.500 Euro, kam AckerBildung e.V. aus Blomberg. Im August 2026 startet der Verein das zweijährige Projekt „Vielfalt pflanzen!“, das Biodiversität erlebbar machen und konkrete Maßnahmen zum Artenschutz umsetzen soll. Zielgruppen seien Kinder, Jugendliche und Erwachsene — darunter auch Menschen mit Förderbedarf und eingeschränktem Zugang zu Umweltbildung.
Auf den dritten Platz kam „Die Gemüseoase“, das Preisgeld beträgt 2.000 Euro. „Die Gemüseoase“ ist die erste Bielefelder solidarische Landwirtschaft und versorge mit zirka 120 Ernteanteilen rund 350 Menschen wöchentlich mit biologischem Gemüse. Auf einer 1,3 Hektar großen Fläche in Bielefeld-Schildesche engagierten sich drei Generationen mit etwa 2.000 Ehrenamtsstunden jährlich. Da der Hof über keine eigenen Gebäude verfüge, soll ein überdachter Außenbereich mit einer Außenküche entstehen, der Pausen, Kindergruppenbesuche, Gemeinschaftsfeste und die Verarbeitung von Erntemengen ermögliche.



