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Solide gewirtschaftet

Die Bielefelder Gesellschaft für Wohnen und Immobiliendienstleistungen mbH (BGW) blickt auf ein wirtschaftlich stabiles Jahr 2025 zurück. Solide Kennzahlen ermöglichten gezielte Investitionen in Neubau, Modernisierung und Klimaschutz. Zugleich feierte das kommunale Wohnungsunternehmen im vergangenen Jahr sein 75-jähriges Bestehen und bekräftigt seinen langfristigen Auftrag: bezahlbaren Wohnraum in Bielefeld zu sichern und verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.

Zum Jahresende 2025 bewirtschaftete die BGW insgesamt 12.085 ( +22) eigene Wohnungen und konnte ihren Bestand damit erneut erhöhen. Damit ist sie nach eigenen Angaben das größte Unternehmen der Immobilienwirtschaft in Bielefeld und die Nummer eins in Ostwestfalen-Lippe.

Rund ein Drittel der Wohnungen ist öffentlich gefördert. Die weiterhin hohe Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum zeigt sich in einer Leerstandsquote von lediglich 1,64 Prozent. Die Anzahl der Gewerbe­einheiten blieb mit 272 stabil. 

Ein zentraler Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit bleibe der Klimaschutz. Im Zuge des BGW-Klimapfades entwickele das Unternehmen seinen Bestand systematisch weiter, um Energieverbräuche zu senken und Emissionen schrittweise zu reduzieren. Ziel  sei es, den Wohnungsbestand bis 2045 weitgehend klimaneutral auszurichten. 

Im Jahr 2025 investierte die BGW insgesamt 38,5 Millionen Euro, davon 10,2 Millionen Euro in Neubau (–9,1 Millionen Euro im Vergleich zu 2024), 11,7 Millionen Euro in Modernisierungen ( +0,5 Millionen Euro im Vergleich zu 2024) und 16,6 Millionen Euro in die Instandhaltung (–0,6 Millionen Euro im Vergleich zu 2024). Diese Maßnahmen würden maßgeblich zur energetischen Weiterentwicklung des Bestandes beitragen. Die rückläufige Investitionsquote, speziell bei Neubauten, erklärte Sabine Kubitza, Geschäftsführerin der BGW, auf Nachfrage: „Unsere Neubautätigkeiten wurden im Geschäftsjahr 2025 planmäßig durchgeführt. Wir haben im Neubaugebiet an der Gerda-Grube-Straße in Bielefeld-Vilsendorf im Sommer 2025 mit dem Bau von 96 Wohneinheiten begonnen. Zudem erfolgte ein Teilbezug neuer Wohnungen am Rabenhof in Bielefeld-Baumheide, die restlichen 36 Wohnungen werden in diesem Jahr bezugsfertig sein. Und wir realisieren seit Anfang des Jahres einen Neubau mit 18 barrierefreien Wohnungen in Bielefeld-Mitte, der im Herbst 2027 fertiggestellt wird.“

Für das laufende Geschäftsjahr sind laut Geschäftsbericht für Neubaumaßnahmen inklusive des Ankaufs von Grundstücken rund 24,6 Millionen Euro geplant.

Die BGW habe erstmals einen freiwilligen Nachhaltigkeitsbericht nach dem VSME-Standard (Voluntary Sustainability Reporting Standard, freiwilliger Berichtsrahmen für kleine und mittlere Unternehmen) erstellt. Dieser Report durchlaufe derzeit den Plausibilitätscheck beim Deutschen Nachhaltigkeitskodes (DNK) und werde im Anschluss daran in der Datenbank des DNK veröffentlicht. Mit ihrer Initiative gehöre die BGW zu den Vorreitern in der Immobilienwirtschaft hinsichtlich der selbstgewählten Berichterstattung nach dem neuen freiwilligen Standard auf EU-Ebene in der Nachhaltigkeitsberichterstattung. „Klimaschutz und bezahlbares Wohnen gehören für uns zusammen“, sagt Kubitza. „Durch planvolle Investitionen und eine langfristige Finanzierung stellen wir sicher, dass energetische Verbesserungen umgesetzt werden können, ohne die Mieterinnen und Mieter übermäßig zu belasten.“

Im Jahr 2025 entfielen 21,6 Millionen Euro des Fördervolumens der Stadt Bielefeld für öffentlich geförderten Wohnraum auf Projekte der BGW. Damit leiste das Unternehmen einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung breiter Bevölkerungsschichten mit bezahlbarem Wohnraum.

Getragen werde diese Entwicklung von den Mitarbeitenden der BGW. Zum Unternehmen gehören 178 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ( + zwei) sowie zwölf Auszubildende, die gemeinsam an der Weiterentwicklung der Quartiere arbeiten.

„Auch nach 75 Jahren bleibt unser Auftrag unverändert“, so Kubitza. „Wir übernehmen Verantwortung für die Menschen in Bielefeld und für die zukünftige Entwicklung unserer Stadt.“

     

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