Ostwestfälische Wirtschaft

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Unternehmen + Märkte

Personalien

Die Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG aus Marienfeld trauert um ihren früheren Geschäftsführer Antonius Eggersmann, der am 30. Juni verstorben ist. Antonius Eggersmann hatte die Bauunternehmung Fechtelkord & Eggersmann GmbH von 1958 bis 1998 geleitet und zusammen mit seinem Sohn Karlgünter Eggersmann die heutige Unternehmensgruppe gegründet. 

Der am 15. Mai 1934 geborene Antonius Eggersmann hatte 1957 seine Prüfung zum Maurermeister im bayrischen Ansbach abgelegt, nachdem er zuvor bei der Firma Oertker in Warendorf seine Ausbildung absolviert hatte. Nach dem frühen Tod des Bauunternehmers Karl Fechtelkord war er dann von dessen Tochter Johanna Fechtelkord zum neuen Geschäftsführer des Unternehmens in Marienfeld ernannt worden. Durch ihre Heirat entstand die heutige Fechtelkord & Eggersmann GmbH. „Was meinen Vater auszeichnete war nicht nur Unternehmergeist, sondern auch Integrität,“ betont Geschäftsführer Karlgünter Eggersmann. „Mein Vater war ein zutiefst gläubiger Mensch und seine Integrität war fest im katholischen Glauben verwurzelt. Auf ihn war Verlass. Er übernahm Verantwortung für andere, wo er nur konnte.“ Antonius Eggersmann lässt seine Ehefrau Johanna und seine drei Söhne Karlgünter, Christian und Tobias zurück. 

Antonius Eggersmann engagierte sich aufgrund seines Glaubens auch über Jahrzehnte im Gemeinderat von Marienfeld und seine bevorzugten Aufträge waren Sakralbauten. So war sein erstes wichtiges Projekt als neuer Geschäftsführer die Sanierung der historischen Abteikirche von Marienfeld. Einer seiner letzten großen Aufträge war die neue St. Hedwigs Kirche in Steinhagen. Aus dieser Ausrichtung entstand mit der Zeit eine Spezialisierung auf kommunale Sonderimmobilen. Heute ist Fechtelkord & Eggersmann beispielsweise als Generalunternehmer für die Errichtung von Schulen, Rathäusern und Feuerwachen bekannt.

Die international aktive Eggersmann Gruppe hatte erst im April ihr 75. Firmenjubiläum gefeiert. Heute umfasst die Gruppe die Geschäftsfelder „bauen“, „recyceln“ und „kompostieren“. Die 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilen sich auf die insgesamt 16 Standorte in Deutschland, eine zentrale Produktionsstätte in Polen sowie drei weitere Produktionsstätten in Deutschland. Die beiden Geschäftsführer der Eggersmann Gruppe sind Karlgünter Eggersmann und Thomas Hein.

Die Sozietät BRANDI Rechtsanwälte trauert um Dr. Axel Brandi, Rechtsanwalt und Notar a. D., der am 14. Juli 2026 im Alter von 90 Jahren verstorben ist. Dr. Axel Brandi, geboren am 6. Mai 1936, war über nahezu sechs Jahrzehnte mit der Sozietät verbunden und gilt als eine der prägendsten Persönlichkeiten der ostwestfälischen Rechtsanwalts- und Notarlandschaft. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft in Freiburg, München und Münster sowie der Promotion nahm Dr. Axel Brandi seine anwaltliche Tätigkeit auf. 1967 wurde er als Rechtsanwalt zugelassen und trat im November desselben Jahres in die Bielefelder Vorgängersozietät der heutigen Kanzlei BRANDI Rechtsanwälte ein. 1977 wurde er zum Notar bestellt. Zu Beginn seiner Tätigkeit befasste Dr. Axel Brandi  sich mit Fragen des gewerblichen Rechtsschutzes und Wettbewerbsrechts, später vor allem mit dem Gesellschaftsrecht. Seit 1989 war er Lehrbeauftragter für Handels- und Gesellschaftsrecht an der Universität Bielefeld und prägte so auch die akademische Ausbildung des juristischen Nachwuchses in der Region. Neben seiner Tätigkeit in der Kanzlei übernahm Dr. Brandi umfangreiche unter anderem berufsständische Verantwortung: Er gehörte dem Vorstand der Notarkammer für den Oberlandesgerichtsbezirk Hamm an und stand dieser von 2001 bis 2005 als Präsident vor; zudem wirkte er im Vorstand der Rechtsanwaltskammer für den Oberlandesgerichtsbezirk Hamm, als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Anwaltsnotare bei der Bundesrechtsanwaltskammer und als Mitglied des Ausschusses für Handels- und Wirtschaftsrecht der Bundesnotarkammer. Für seine Verdienste wurde ihm im Jahr 2003 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Eine seiner größten strategischen Leistungen war die Transformation der lokalen Bielefelder Kanzlei in eine der bundesweit ersten überörtlichen Sozietäten Anfang der Neunzigerjahre, aus der die heutige BRANDI Rechtsanwälte Partnerschaft mbB hervorgegangen ist, die mit inzwischen über 100 Berufsträgern zu den führenden Wirtschaftskanzleien in Nordrhein-Westfalen zähle. In seiner Rede zur Feier seines 90. Geburtstages im Mai 2026 beschrieb Dr. Axel Brandi den „wechselseitigen Respekt und die Anerkennung der Leistung der jeweils anderen“ als das Kraftfeld, das die Sozietät zusammenhalte – ein Gedanke, der der Sozietät Verpflichtung bleibe. Erneut stand die IHK ganz im Zeichen der deutsch-japanischen Partnerschaft — ­IHK-Hauptgeschäftsführerin Petra Pigerl-Radtke begrüßte jetzt den japanischen Generalkonsul Yoshitaka Tsunoda, Vize­generalkonsulin Makoto Sugimura, den ostwestfälischen Landtagsabgeordneten Tom Brüntrup sowie Peter Herden von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft. Nachdem sich Yoshitaka Tsunoda in das Goldene Buch eingetragen hatte, gab es in vertrauter Atmosphäre einen Austausch über die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Japan und der Region Ostwestfalen. Der Besuch zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt und Stärke der heimischen Wirtschaft. Auf großes Interesse stießen dabei auch die bisherigen Aktivitäten der IHK — vom Besuch einer japanischen Wirtschaftsdelegation in Bielefeld bis hin zur Unternehmerreise 2025 nach Japan. Anschließend ging es gemeinsam weiter zu DMG MORI, um sich mit der Geschäftsführung über die Zusammenarbeit mit Japan auszutauschen. „Der Besuch hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der persönliche Austausch für starke internationale Partnerschaften ist. Ich freue mich, dass wir unsere guten Beziehungen zu Japan weiter vertiefen konnten“, so Pigerl-Radtke.

Dr. Christine Tölle wird zum 1. September 2026 Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Paderborn mbH (WFG) und der TPG TechnologieParkPaderborn GmbH. Vorausgegangen war ein mehrstufiges Auswahlverfahren. Tölle bringe umfassende Führungs- und Managementexpertise mit und stehe für eine klare Zukunftsausrichtung in ihrer neuen Aufgabe. Sie studierte an der Universität Paderborn, promovierte dort im Fachbereich Wirtschaftsinformatik und übernahm anschließend  verschiedene Führungspositionen in der Wirtschaft. Zuletzt war sie Geschäftsführerin der BENTELER Business Services GmbH und verantwortete als Vice President HR die Corporate Services des internationalen Konzerns. Auch ehrenamtlich ist Tölle akitv: Viele Jahre war sie stellvertretende Vorsitzende von Paderborn überzeugt e.V., zudem engagiert sie sich bei den Managerinnen OWL und begleitet als Mentorin das CrossMentoring OWL.

Die WFG ist als städtische Tochtergesellschaft die zentrale Anlaufstelle für Unternehmen in Paderborn. Sie arbeitet kostenlos und branchenübergreifend daran, den Wirtschaftsstandort zu stärken. Dafür vernetzt sie Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Wissenschaft und begleitet Gründungen, Ansiedlungen und bestehende Betriebe in allen Entwicklungsphasen. Die TPG TechnologiePark­Paderborn GmbH trägt den Technologiepark Paderborn als Standort und entwickelt im Zukunftsquartier den künftigen Innovationspark samt Innovationszentrum. Bis zum Amtsantritt führt Jürgen Janke die WFG und die TPG kommissarisch weiter. Er hatte die Geschäftsführung im März 2026 interimsweise von Dr. Marco Trienes übernommen, der zur Wirtschaftsförderung Münster wechselte.

Seine Expertise ist gleich doppelt gefragt: Philip Harting, Vorstandsvorsitzender und CEO der HARTING Technologiegruppe aus Espelkamp, bleibt Teil des engeren Vorstands des ZVEI e. V., dem Verband der Elektro- und Digitalindustrie. Mit der Wiederwahl setzt er seine Arbeit auf zentraler Verbandsebene fort und bringt weiterhin die Perspektive der industriellen Praxis in strategische Entscheidungen ein. Philip Harting gehört dem ZVEI Vorstand bereits seit 2014 an und wurde 2023 erstmals in den engeren Vorstand gewählt. „Die Elektro- und Digitalindustrie steht im Zentrum der Transformation. Sie liefert die technologischen Lösungen für eine vernetzte, nachhaltige Wirtschaft. Diese Entwicklung aktiv mitzugestalten, ist für mich Ansporn und Verantwortung zugleich“, so Harting.

Auch der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA e.V.) hat Philip Harting in den Hauptvorstand aufgenommen: „Der Maschinenbau ist ein wichtiger Zielmarkt unseres Unternehmens. Für mich ist es daher nur folgerichtig, mich für den Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland und Europa zu engagieren und die Interessen der Branche zu vertreten.“ Der Unternehmer verstärkt den Hauptvorstand in einer Zeit anhaltender Transformation für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Der VDMA hatte erst im Juni seine Wachstumsprognose für den deutschen Maschinenbau auf ein Nullwachstum für 2026 gesenkt. Gleichzeitig blickt der Verband optimistisch in die Zukunft, da innovative Maschinen und Anlagen international weiter gefragt seien. „Die Geschwindigkeit, mit der sich die traditionsorientierte deutsche Industrie wandeln muss, ist enorm. Ich freue mich, diesen Wandel aktiv nicht nur in der HARTING Technologiegruppe, sondern auch im VDMA-Hauptvorstand mitzugestalten.“

Der VDMA ist die mitgliederstärkste Interessensvertretung des deutschen und europäischen Maschinen- und Anlagenbaus und vertritt zirka 3.500 Mitgliedsunternehmen. In der EU-27 ist der Maschinenbau der größte industrielle Arbeitgeber und beschäftigt 3,1 Millionen Arbeitnehmer. Im Jahr 2025 beliefen sich die Maschinenexporte der Branche auf zirka 593 Milliarden Euro — mehr als ein Drittel davon aus Deutschland.

Die Mitgliedsunternehmen des ZVEI wählen zunächst den Vorstand; aus diesem Kreis wird anschließend der engere Vorstand gebildet. Der engere Vorstand des ZVEI besteht aus dem Präsidenten, drei Vizepräsidenten sowie weiteren gewählten Mitgliedern und verantwortet die grundlegende strategische Ausrichtung des Verbands. Der ZVEI versteht sich als Stimme einer der innovativsten Branchen Deutschlands. Die Elektro- und Digitalindustrie hat rund 900.000 Be­schäftigte und einen Jahresumsatz von zuletzt rund 225 Milliarden Euro. Dem Verband gehören rund 1.100 Mitgliedsunternehmen an.

Prof. Dr. Anette Buyken, Ernährungswissenschaftlerin an der Universität Paderborn, wurde zur stellvertretenden Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) beim Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) ernannt. Die Professorin gehört dem Gremium bereits in der zweiten Amtszeit als Mitglied an. Der WBAE ist interdisziplinär besetzt und berät das Ministerium bei der Entwicklung seiner Politik. Der Beirat arbeitet auf ehrenamtlicher Basis, ist unabhängig und erstellt Gutachten sowie Stellungnahmen zu selbst gewählten Themen. An der Universität Paderborn leitet Prof. Buyken die Arbeitsgruppe „Public Health Nutrition“ am Institut für Ernährung, Konsum und Gesundheit.

 

Dr. Reinhard Zinkann, geschäftsführender Gesellschafter der Miele Gruppe, Gütersloh, ist zum neuen Präsidenten von „APPLiA — Home Appliance Europe“ gewählt worden. Er folgt auf Hakan Bulgurlu, den ehemaligen CEO von Beko. „Die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hausgeräteindustrie steht unter Druck. Als Präsident von APPLiA werde ich mich dafür einsetzen, die industrielle Basis in Europa zu stärken, Innovation zu fördern und regulatorische Hürden abzubauen“, sagte Zinkann. „Europa muss seine Rolle als führender Standort für nachhaltige und hochwertige Hausgeräte behaupten.“

Die europäische Hausgeräteindustrie sichere rund eine Million Arbeitsplätze und trage mit energieeffizienten Produkten wesentlich zu den Klima- und Nachhaltigkeitszielen der Europäischen Union bei. Gleichzeitig sehe sich die Branche mit steigenden Kosten, zunehmender regulatorischer Komplexität und einem intensiveren internationalen Wettbewerb konfrontiert.

Während seiner Präsidentschaft will sich Zinkann insbesondere für faire Wettbewerbsbedingungen, eine stärkere Harmonisierung regulatorischer Anforderungen sowie Investitionen in Innovation und Produktion in Europa einsetzen. „APPLiA — Home Appliance Europe“ ist der europäische Verband der Hausgeräteindustrie mit Sitz in Brüssel. Der Verband vertritt nach eigenen Angaben die gemeinsamen Interessen der Branche auf EU-Ebene und engagiert sich insbesondere für Nachhaltigkeit, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen. APPLiA vereint 25 Direktmitglieder, darunter Miele, sowie 28 nationale Verbände aus 25 Ländern.

 Nach 19 Jahren als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit/Group Communication der Dr. August Oetker KG sowie der Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG beendet Dr. Jörg Schillinger (65) Ende September seine Tätigkeit für das Unternehmen und tritt in den Ruhestand ein. Carl Oetker (44), persönlich haftender Gesellschafter der Dr. August Oetker KG und Vorsitzender der Internationalen Geschäftsführung der Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG: „Dr. Schillinger hat die Kommunikation der Oetker-Gruppe über viele Jahre hinweg geprägt. Er war ein verlässlicher Ansprechpartner für die Eigentümer­familien, die Gruppenleitung sowie interne und externe Gesprächspartner. Ich danke ihm herzlich für seine langjährige Tätigkeit, wünsche ihm für die Zukunft alle Gute und freue mich, dass er dem Haus Oetker weiterhin als Vorstand der Dr. August Oetker Stiftung sowie als Mitglied des Kuratoriums der Rudolf-Oetker-Halle verbunden bleiben wird.“

Ab dem 1. September übernimmt Andreas Krosta (54) sukzessive die Aufgaben von Dr. Jörg Schillinger. Krosta verfügt über langjährige Erfahrung in der Unternehmenskommunikation. Seit mehr als 13 Jahren leitet er den Bereich Group Communications bei der Talanx Gruppe, einem Versicherungskonzern mit weltweit rund 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Er verantwortet dort die interne und externe Kommunikation einschließlich Social Media und Eventmanagement.

Bei der IHK Ostwestfalen engagierte sich Schillinger als Sprecher des Arbeitskreises Unternehmenskommunikation. Dem Gremium gehören rund 80 Pressesprecherinnen und Pressesprecher ostwestfälischer Unternehmen an.

Dominik Dörflein, bisheriger Head of International Division und Prokurist der Schäflein Spedition GmbH, übernimmt bei der digitalen Transportplattform Cargoboard aus Paderborn künftig die Rolle des Head of Expansion. Gemeinsam mit einem vierköpfigen Expertenteam verantwortet er den weiteren internationalen Ausbau des Netzwerks, der Marktpräsenz und der operativen Strukturen für europäische Transporte. Mit Dörflein gewinne Cargo­board einen Manager, der die etablierte Speditions- und Netzwerklogistik aus mehr als 23 Jahren operativer und strategischer Verantwortung kenne. Seit 2014 ist er im International Steering Committee der Cargo­Line aktiv und wird dieses Mandat auch in seiner neuen Rolle weiterführen.

Für Cargoboard markiere der Einstieg von Dörflein einen wichtigen Schritt in der nächsten Wachstumsphase, denn das Unternehmen erwartet die Marke von insgesamt zwei Millionen abgewickelten Transporten seit der Gründung. Zu den Märkten mit wachsender Kundenbasis zählen vor allem Österreich, Polen, Italien und die iberische Halbinsel. Insgesamt nutzen nach Firmenangaben bereits rund 5.000 internationale Kunden Cargoboard. Bis 2027 verfolgt Cargoboard die Zielmarke von rund 100 Millionen Euro Umsatz. Etwa ein Fünftel davon soll perspektivisch aus dem internationalen Geschäft stammen. „Unsere Branche steht vor einem grundlegenden Wandel“, sagt Lukas Petrasch, Mitgründer und CEO von Cargoboard. „Mit Open Transport verfolgen wir den Anspruch, Logistik einfacher, zugänglicher und konsequenter aus Kundensicht zu gestalten: durch klare Standards, transparente Prozesse, digitale Buchung und ein europaweit skalierbares Netzwerk.

Gleich zwei Jubiläen markieren besondere Momente in der Geschichte der Premium Food Group: Das Familienunternehmen feiert sein 55-jähriges Bestehen, zudem wurde der Geschäftsführende Gesellschafter Clemens Tönnies 70 Jahre alt. Zwei Anlässe, die eng miteinander verbunden sind und eine Unternehmensgeschichte widerspiegeln, die von unternehmerischem Mut, Resilienz und konsequenter Weiterentwicklung geprägt ist. Aufgewachsen in einer kinderreichen Metzger­familie in Rheda-Wiedenbrück, erlebten Bernd Tönnies und Clemens Tönnies zusammen mit ihren vier Schwestern früh, wie hart wirtschaftliches Überleben und Aufstieg erarbeitet werden müssen. Die Kinder packten mit an — im Verkauf, in der Produktion, im täglichen Geschäft.

„Ich habe früh gelernt, dass man für jeden Schritt hart arbeiten muss“, sagt Clemens Tönnies rückblickend. Aus dieser Erkenntnis heraus entstand 1971 gemeinsam mit seinem Bruder Bernd Tönnies die Idee der Selbstständigkeit. Die Vision der beiden Brüder, damals 15 und 19 Jahre alt:  die Fleischverarbeitung konsequent zu spezialisieren und der weiterverarbeitenden Industrie exakt die Teilstücke bereitzustellen, die benötigt werden — effizient, standardisiert und in gleichbleibender Qualität. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich das Unternehmen vom regionalen Fleischgroßhandel mit rund 20 Mitarbeitenden über die kontinuierliche Expansion in den 1970er-Jahren bis hin zu großvolumigen Investitionen in moderne Produktionsstandorte, dem Aufbau des heutigen Leitwerks als einem zentralen Pfeiler der Unternehmensstruktur und der Internationalisierung der Gruppe mit zahlreichen Standorten im Ausland. In diesem Jahr zählt die Premium Food Group — hervorgegangen aus der Tönnies Gruppe — zu den führenden Lebensmittelproduzenten Europas. Heute ist das Unternehmen ein ganzheitlicher Lebensmittelproduzent und produziert Fleisch- und Wurstwaren, Veggie-Produkte, Convenience-Artikel und Fertig-Gerichte, Tierfutter, Saucen, Suppen, Nebenprodukte wie Eiweiße, Fette und Mehle und vieles mehr. Die Gruppe liefert darüber hinaus Rohstoffe für die Pharma-Industrie und für Bio-Kraftstoff, betreibt eigene Kühlhäuser sowie einen Frische- und Ultrafrische-Logistiker und hat in viele weitere Felder entlang der Wertschöpfungskette investiert.

Als größte Herausforderung in seinem Leben beschreibt Clemens den plötzlichen Tod seines Bruders Bernd 1994: „Das war der schlimmste Tag in meinem Leben. Er war der Souverän und Visionär des Unternehmens. Von einem auf den anderen Tag war er nicht mehr da.“ Clemens Tönnies übernahm das Ruder und konnte sich dabei auf das bestehende Führungsteam verlassen. Er entwickelte das Familienunternehmen weiter und verwirklichte damit den Traum der beiden Brüder.

 

Über zehn Jahre lang war der Unternehmer Dr. Otto Drosihn, mediaprint Group GmbH, Vorsitzender des Vereins „Paderborn überzeugt.“. Im Jahr 2015 übernahm er das Amt und übergab es jetzt planmäßig an seine Nachfolgerin. Die bisherige 2. stellvertretende Vorsitzende, Martina Gundelach, HDO Druckguss- und Oberflächentechnik GmbH, wurde bei der jüngsten Mitgliederversammlung einstimmig zur neuen Vorsitzenden des Netzwerkes gewählt. Die gebürtige Paderbornerin hat an der Universität Paderborn Wirtschaftswissenschaften studiert und ist seit über 20 Jahren bei der HDO Druckguss- und Oberflächentechnik GmbH in Paderborn tätig; 2012 wurde sie Geschäftsführerin. Seit 2014 engagiert sich Martina Gundelach im Verein „Paderborn überzeugt.“.

„Gemeinsam mit meinem Vorstandsteam und den anderen Vereinsmitgliedern möchte ich dafür sorgen, dass ‚Paderborn überzeugt.‘ weiter gute Ideen anstößt und Menschen miteinander vernetzt,“ sagt Gundelach. Paderborn sei bereits ein attraktiver Standort. Tradition und Zukunft zugleich: Genau diese Mischung mache Paderborn aus — bodenständig, zuverlässig und gleichzeitig innovativ. Es gebe einen starken Mittelstand, eine sehr gute Universität und kurze Wege. 

Komplettiert wird der Vorstand durch Bernd Schäfers-Maiwald, dSPACE GmbH, der als 1. stellvertretender Vorsitzender im Amt bleibt. Neuer 2. stellvertretender Vorsitzender ist Henning Jolmes, Jolmesgruppe. Schatzmeister bleibt Andreas Speith, Westfalen Weser Netz GmbH.

Die Gütersloher Hagedorn Unternehmensgruppe zählt erneut zu den best­geführten Mittelstandsunternehmen Deutschlands und ist dafür in Frankfurt als Preisträger des Best Managed Companies Award geehrt ­worden. Die Auszeichnung nahm Thomas Hagedorn, geschäftsführender Gesellschafter der Gruppe, persönlich entgegen. Mit dem Preis geehrt werden hervorragend geführte mittelständische Unternehmen, die insbesondere in den Bereichen Strategie, Innovation, Unternehmenskultur sowie Governance & Finanzen überzeugen. Vergeben wird der Award von Deloitte Private gemeinsam mit UBS, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dem Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. (BDI).

Die erneute Auszeichnung unterstreiche den Anspruch der Hagedorn Unternehmensgruppe, Strukturwandel aktiv mitzugestalten und das Unternehmen nachhaltig weiterzuentwickeln. Mit ihrem integrierten Geschäftsmodell verbinde die Unternehmensgruppe Rückbau, Revitalisierung, Recycling sowie die Entwicklung neuer Industrie- und Infrastrukturflächen — und schaffe so neue Perspektiven für Wirtschaft und Regionen. „Die Auszeichnung mit dem Best Managed Gütesiegel würdigt herausragende Unternehmensführung, die Stabilität schafft, und sich nicht auf dem Erreichten ausruht. Hinter Hagedorn steht ein motiviertes Team, das auf der Basis starker Werte Verantwortung übernimmt — gegenüber der Belegschaft, dem Markt und der Gesellschaft. Mit einer ausgeprägten Unternehmenskultur, die wirtschaftliche Stärke immer auch mit einem klaren Beitrag zum Gemeinwohl verknüpft“, betont Markus Seiz, Director bei Deloitte Private und Leiter des Best Managed Companies Programms. Die Freude bei Thomas Hagedorn ist groß: „Die erneute Auszeichnung ist für uns eine besondere Bestätigung unseres Weges. Vor allem aber ist dieser Award eine Auszeichnung für unser gesamtes Team, das jeden Tag mit großem Engagement Verantwortung übernimmt und unsere Entwicklung aktiv mitgestaltet.“

     

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