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Politik und Standort

NAH DRAN IHK für Sie

EINSTIEG IN NEUE BRANCHE GEGLÜCKT

Die IHK führt jährlich zirka 280 bis 300 Gespräche im Bereich der Unternehmensnachfolge — sowohl mit „Loslass­unternehmen“ als auch mit Nachfolgegründungsinteressierten; Tendenz steigend. Dabei unterstützt die IHK Ostwestfalen als Regionalpartner in der www.nexxt-change.org Unternehmensbörse. Gleichzeitig haben wir auch einen eigenen Vermittlungspool, der bei der Suche nach Unternehmen und Nachfolgeinteressierten beide Parteien anonym zusammenbringt. Darüber hinaus geben wir viele weitere Impulse zu dem Themengebiet. Insbesondere öffnen wir Perspektiven bei der Finanzierung und geben Tipps für den Prozess der Nachfolge.

Ein Nachfolgegründer, den IHK-Existenzgründungsexperte Tobias Kaufmann im September 2025 beraten und in den IHK Nachfolgepool NRW aufgenommen hat, hat uns jüngst informiert, dass er nun ein Unternehmen übernommen hat. „Sie hatten mir ja damals, als ich die Idee hatte, in die Sanitätshausbranche einzusteigen, den Rat gegeben, einfach mal Sanitätshäuser anzurufen. Dies habe ich gemacht und vergangenen Montag haben wir den Kaufvertrag für ein Unternehmen unterschrieben. Des Weiteren bin ich in Verhandlung mit einem anderen Unternehmen, dass ich über nexxt-change.de kennengelernt hatte, bezüglich einer stillen Beteiligung. Sie sehen, Ihre Ratschläge haben Früchte getragen. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken.“

Dies ist nur eines von vielen Beispielen und wir freuen uns immer, wenn wir ein Stück weiterhelfen konnten.

NETWORKING VERHILFT ZUM NEUEN AUSBILDUNGSPLATZ

Wie wirkungsvoll die Zusammenarbeit der IHK sein kann, zeigte sich kürzlich im gewerblich-technischen Ausbildungsbereich. Ausgangspunkt war die Mitteilung des Ausbildungsunternehmens Danfoss Sensors GmbH aus Minden, dass der Standort zum Jahresende geschlossen wird. Betroffen ist auch ein Auszubildender auf dem Weg zum Mechatroniker, dessen Ausbildungsverhältnis durch die Schließung vorzeitig zu enden drohte. Die IHK handelte schnell — bereits am darauffolgenden Tag nutzte Ausbildungsberater Uwe Gößling die Ausbildungsplatzbörse „Herford bildet aus“ im Alten Güterbahnhof Herford, um aktiv auf die ausstellenden Unternehmen zuzugehen. Ziel war es, für den betroffenen Auszubildenden eine Perspektive zu schaffen und die Fortsetzung seiner Ausbildung zu ermöglichen. Mit Erfolg: Das Unternehmen Glaswerke Haller GmbH aus Kirchlengern zeigte sich sofort offen und entschlossen zu helfen. Wenige Tage später kam es zu einem gemeinsamen Treffen mit Vertretern der Unternehmen Danfoss Sensors GmbH und Glaswerke Haller GmbH, dem Auszubildenden sowie der IHK. Schnell wurde ein kurzes Praktikum zum gegenseitigen Kennenlernen vereinbart. Das Ergebnis spricht für sich — der Auszubildende kann nun sein Ausbildungsverhältnis am 01. September nahtlos in der Glaswerke Haller GmbH fortsetzen. Es zeigt sich, wie gut funktionierendes Networking mit der IHK wirken kann. Durch das schnelle und praxisnahe Handeln aller Beteiligten konnte eine für den Auszubildenden schwierige Situation in eine neue Chance verwandelt werden — ein Gewinn für alle Seiten.

CO-VORSITZENDE IM LANDESAUSSCHUSS FÜR BERUFSBILDUNG

Mit der konstituierenden Sitzung des Landesausschusses für Berufsbildung NRW (LABB) hat die 15. Amtsperiode ­offiziell begonnen. Der LABB berät als gemeinsames Gremium von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern sowie der ­öffentlichen Hand die Landesregierung in allen Fragen der beruflichen Bildung. Die Amtsperiode des Landesausschusses dauert vier Jahre.

In der Sitzung wurden auch die Vorsitzenden dieser Periode gewählt. Gemeinsam mit meiner Kollegin Sonja Kawlath vom DGB Bezirk NRW, die für die Arbeit­nehmerseite gewählt wurde, werde ich als Hauptgeschäftsführerin der IHK ­Ostwestfalen den Co-Vorsitz dieses wichtigen Gremiums für die Arbeitgeberseite übernehmen. Ein besonderes Signal setzte der Besuch von Arbeitsminister Karl-Josef Laumann.

Für die IHKs ist klar: Die duale Ausbildung bleibt der Schlüssel, um junge Menschen für berufliche Perspektiven zu qualifizieren und Unternehmen mit den Fachkräften von morgen zu versorgen. Umso wichtiger ist der konstruktive Dialog aller Akteure im LABB, für den ich mich als ­Co-Vorsitzende einsetzen werde.

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit in der neuen Amtsperiode und diese ­verantwortungsvolle Aufgabe.

     

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