Unternehmen + Märkte
Was, wann, wo in Ostwestfalen
Bundesminister Dr. Karsten Wildberger spricht beim Unternehmertag OWL
Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, wird der Hauptredner beim Unternehmertag Ostwestfalen-Lippe 2026 am Montag, 19. Oktober, in der Stadthalle Bielefeld sein. Sein Vortrag trägt den Titel „Mehr Mut. Mehr Tempo. Mehr Machen. Staatsmodernisierung als gemeinsame Aufgabe“. Im Fokus stehen die Digitalisierung von Staat und Verwaltung sowie die Modernisierung staatlicher Strukturen — Themen, die für die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und für die Bürger von zentraler Bedeutung sind. Die 45. Auflage des Unternehmertages, traditionell die größte wirtschaftspolitische Veranstaltung in der Region, beginnt um 18.00 Uhr. Das teilt die IHK Ostwestfalen im Namen der 14 ausrichtenden Wirtschaftsorganisationen mit.
Wildberger ist der erste Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung in der Geschichte der Bundesrepublik. Vor seinem Wechsel in die Politik war er als Unternehmensberater und Manager tätig, zuletzt von 2021 bis 2025 als Vorstandsvorsitzender der Ceconomy AG, der Muttergesellschaft der MediaMarktSaturn-Gruppe. Zu den zentralen Aufgaben seines Ministeriums gehören die Digitalisierung staatlicher Leistungen, der Abbau bürokratischer Hürden sowie die Modernisierung von Verwaltungsprozessen.
Kontakt: Jessica Scheele, IHK, E-Mail: j.scheele@ostwestfalen.ihk.de
Nachfolgewerkstatt 2026
Das Bielefelder Institut für Familienunternehmen (iFUn) setzt seinen Fokus auf die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Nachfolgethemen und bietet gleichzeitig praktische Unterstützung im Nachfolgeprozess. Bereits zum dritten Mal findet am Freitag, 25. September, die Nachfolgewerkstatt statt. Sie bietet Fachforen, Erfahrungsaustausch, Ask-me-anything und einen Walk-of-Options. Die Galerie zeigt, welche Unternehmen Nachfolgerinnen oder Nachfolger suchen. Expertinnen und Experten der IHK und der Handwerkskammer stellen ihre Unterstützungsangebote vor und stehen für Fragen zur Verfügung. (Bürgschafts-)Banken und Geldinstitute zeigen Finanzierungsoptionen auf. Auch Themen wie Altersvorsorge und Kaufpreisberechnung werden beleuchtet, ebenso welche Unsicherheiten und Konflikte auftreten können und Herausforderungen rund um das Thema des Loslassens.
Die Veranstaltung findet von 12.30 bis 18.00 Uhr in den Räumen der Firma Goldbeck, Bokelstraße 10 in Bielefeld, statt. Sie richtet sich an Nachfolgerinnen und Nachfolger, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie die nächste Generation in Unternehmerfamilien.
13. IHK-Handelstag NRW: Wie gelingt die Nahversorgung von morgen?
Ob in Innenstädten, Stadtteilen oder ländlichen Regionen — eine verlässliche Nahversorgung ist ein wesentlicher Baustein lebenswerter Kommunen. Doch steigende Kosten, verändertes Konsumverhalten, neue Anforderungen an Standorte und rechtliche Rahmenbedingungen stellen Handel und Kommunen gleichermaßen vor große Herausforderungen. Wie kann die Versorgung vor Ort langfristig gesichert werden? Diesen Fragen widmet sich der 13. IHK-Handelstag NRW am Freitag, 9. Oktober, von 10.00 bis 14.00 Uhr in der Hechelei im Ravensberger Park in Bielefeld. Unter dem Titel „Ist wohnortnahe Versorgung noch selbstverständlich? Neue Impulse, damit die Versorgung vor Ort morgen gelingt“ diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Handel, Stadtplanung und Wissenschaft über Strategien für eine zukunftsfähige Nahversorgung in Nordrhein-Westfalen.
Den Auftakt bilden Ministerin Ina Scharrenbach und IHK-Hauptgeschäftsführerin Petra Pigerl-Radtke mit einem Gespräch über die gemeinsame Verantwortung von Land, Kommunen und Handel. Im weiteren Verlauf stehen unter anderem planungsrechtliche Rahmenbedingungen, erfolgreiche Praxisbeispiele aus Kommunen und Unternehmen sowie die Zukunft von Wochen- und Feierabendmärkten auf dem Programm. Auch die Bedeutung von Werbe- und Interessengemeinschaften für attraktive und lebendige Standorte wird beleuchtet. Die Veranstaltung verbindet politische Impulse, fachliche Expertise und praxisnahe Beispiele mit ausreichend Gelegenheit zum Austausch und richtet sich an Unternehmerinnen und Unternehmer aus Handel und Dienstleistung ebenso wie an Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Stadtmarketing, Wirtschaftsförderung und Interessenvertretungen. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Fraunhofer-Gesellschaft: Humanoid Robots Experience Lab wird eröffnet
Die Fraunhofer-Gesellschaft schafft mit ihrem Humanoid Robots Experience Lab (HREL) an drei deutschen Standorten neue praxisnahe Anlaufstellen, um den Einsatz humanoider Roboter realistisch zu bewerten und zu erproben. In Karlsruhe liegt der Fokus auf ziviler Sicherheit, Verteidigung und Bauwesen, in Ilmenau auf Landwirtschaft und kommunaler Daseinsvorsorge. In Lemgo hingegen stehen industrielle Produktionsumgebungen im Mittelpunkt. Unter dem Leitgedanken „Test before invest.“ richtet sich das Angebot des Fraunhofer IOSB-INA mit Sitz am Innovation Campus Lemgo, an Unternehmen, die Chancen und Voraussetzungen humanoider Robotik vor einer Investitionsentscheidung fundiert einschätzen wollen. Damit greift das Fraunhofer-Institut ein Thema auf, das für die Industrie zunehmend an Bedeutung gewinnt: flexible, lernfähige und kollaborative Robotik in produktionsnahen Umgebungen. Im Mittelpunkt des Labors stehen die Fragen, die sich Unternehmen vor einer Investition stellen: Wie lassen sich humanoide Roboter heute und zukünftig wirkungsvoll in bestehende Produktions-, IT- und Sicherheitsstrukturen integrieren? Welche Sicherheitsanforderungen sind zu beachten? Wie verhalten sich Systeme bei Sensorausfällen oder in Grenzfällen? Kann ein zunehmender Fachkräftemangel auch durch humanoide Robotik-Lösungen kompensiert werden?
Fraunhofer bringt für die Beantwortung solcher Fragestellungen in Lemgo bereits seit 2009 seine Expertise in humanzentrierter Automation ein. Ziel ist es, Maschinen zu intelligenten und kollaborativen Partnern weiterzuentwickeln, die sicher und flexibel auf wechselnde Anforderungen reagieren können. Besonders im Blick stehen Manipulations- und Handling-Aufgaben in produktionsnahen Umgebungen. Hier können humanoide Roboter ihre Stärken ausspielen — etwa durch ihre Vielseitigkeit, Mobilität sowie menschenähnlichen Interaktions- und Greiffähigkeiten.
Mit dem neuen Fraunhofer-Angebot werde Lemgo in seiner Positionierung als Entwicklungs- und Erprobungsstandort für industrielle Robotik gestärkt. Für Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe und darüber hinaus entsteht eine praxisnahe Möglichkeit, humanoide Robotik nicht nur zu beobachten, sondern unter realistischen Bedingungen zu testen, um sie nach positiven Tests für die eigene Produktion nutzbar zu machen. Zum Angebot des Fraunhofer-Instituts gehören unter anderem Potenzialanalysen, Seminare, Inhouse-Workshops, die Prüfung konkreter Use Cases auf Praxistauglichkeit, die Bündelung branchenspezifischer Aufgabenstellungen sowie Pilotprojekte. Technologisch fließen unter anderem Kompetenzen aus den Bereichen planare Antriebssysteme, Low-Cost-Robotik, Imitationslernen, kognitive Steuerung, sicheres Reinforcement Learning sowie sensorbasierte und energieeffiziente Steuerung in das Experience Lab ein. Die Eröffnung des Humanoid Robots Experience Lab in Lemgo findet am Mittwoch, 23. September, in der SmartFactoryOWL statt.
Anmeldungen unter www.smartfactory-owl.de.



