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Auf Erfolgskurs
Der Flughafen Paderborn/Lippstadt bleibt auf Erfolgskurs. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte der Heimathafen nach eigenen Angaben für die Regionen Ostwestfalen, Südwestfalen und Lippe ein positives Betriebsergebnis von 601.383 Euro. „Deutschlandweit wird vielfach thematisiert, dass die staatlichen Rahmenbedingungen für den Flugverkehr in Deutschland im internationalen Vergleich sehr ungünstig sind. Mit der Entscheidung, Flughäfen erstmals gesetzlich als Infrastruktur von überragendem öffentlichem Interesse anzuerkennen, hat der Deutsche Bundestag nun ein klares Signal für einen Paradigmenwechsel gesetzt. Speziell auch vor diesem Hintergrund ist das Jahresergebnis 2025 unseres Flughafens sehr hoch einzuschätzen“, betont der Aufsichtsratsvorsitzende, Landrat Christoph Rüther. Er dankte allen Beteiligten, insbesondere den Gesellschaftern, der Geschäftsführung und dem gesamten Team an Mitarbeitenden, Partnern und Dienstleistern — für „ein herausragendes Ergebnis im vergangenen Jahr“. In 2025 haben 711.434 Passagiere den Flughafen genutzt. Auch die Anzahl der Flugbewegungen, die mit 44.111 einen neuen Höchststand in der Nach-Corona-Phase erreicht habe, zeige die Relevanz des Airports für die Heimatregion. Zudem stärke der Airport-Campus mit dem angrenzenden Gewerbegebiet Wirtschaft und Innovationen vor Ort. Derzeit stellt der Airport seine Führung neu auf — nach fünf Jahren in der Geschäftsführung wird Roland Hüser den Flughafen Paderborn/Lippstadt verlassen und eine neue berufliche Aufgabe in der Region Ostwestfalen-Lippe annehmen. Im Umfeld der Corona-Pandemie hatte der Flughafen eine erfolgreiche Sanierung in Eigenverwaltung durchgeführt und dabei voll auf bewährte Kräfte aus der Region gesetzt. Der damals 50-jährige Einzelprokurist Roland Hüser, der seit April 1999 in unterschiedlichen Funktionen am Flughafen tätig ist, stieg mit Wirkung zum 1. August 2021 zum Geschäftsführer auf. Mit der Wiederaufnahme attraktiver touristischer Ziele zu den Sommerferien 2021 setzte der Heimathafen einen wichtigen ersten Meilenstein. „Roland Hüser hat unseren Flughafen mit seinem Team neu positioniert und wieder erfolgreich gemacht. Wir bedauern seinen Entschluss, eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen, und danken ihm für seinen großen persönlichen Einsatz. Jetzt werden wir uns in der Geschäftsführung neu und zukunftsorientiert aufstellen“, stellt Rüther heraus.
Der Abschied fällt Hüser nicht leicht: „Seit vielen Jahren ist unser Flughafen eine Herzensangelegenheit für mich, hier gibt es ein sehr gutes und kompetentes Team. In den vergangenen Jahren konnten wir gemeinsam die Basis legen, damit der Airport mittel- und langfristig eine gute Zukunft hat. Für mich persönlich hat sich allerdings eine neue berufliche Möglichkeit außerhalb der Luftfahrt-Branche ergeben, die ich gerne wahrnehmen möchte“, erläutert Hüser. Der genaue Zeitpunkt für die Veränderung in der Geschäftsführung hänge von den bereits laufenden Gesprächen und der Verfügbarkeit geeigneter Kandidaten ab.
Der Flughafen Paderborn/Lippstadt ist der Heimathafen für Urlaubs- und Geschäftsreisende aus Ostwestfalen-Lippe, Südwestfalen sowie den angrenzenden Regionen in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen. Er verzeichnet mehr als 40.000 Flugbewegungen pro Jahr, dazu gehören insbesondere Touristikflüge, Business-Verkehre sowie Luftfracht.
Jüngst musste die skyhub PAD, die Flüge nach München anbot — aufgrund zu hoher Kostenbelastung — ihren Betrieb einstellen. Die Initiative hatte im März 2025 konkrete Formen angenommen. Damals gründeten 36 Unternehmen und Privatpersonen die skyhub PAD GmbH & Co. KG. Im April 2025 folgte die Vertragsunterzeichnung mit der ausführenden Fluggesellschaft DAT, am 1. September 2025 startete der Flugbetrieb. Seitdem fanden mehrere Kapitalerhöhungen statt, in deren Folge die Zahl der Gesellschafter auf 103 angewachsen war. Trotz der Erfolge, unter anderem durch die Integration der Standorte Lübeck und Pécs sowie der Erlangung des Codeshare-Status zwischen der beauftragten Fluggesellschaft DAT und Lufthansa, hätten die zu hohen Kosten am Standort Deutschland den weiteren Flugbetrieb unmöglich gemacht.



