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Politik und Standort

„Wir unternehmen das“

Inmitten zentraler wirtschaftspolitischer Weichenstellungen baut die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) ihre bundesweite Kampagne „Wir unternehmen das“ weiter aus. Ziel ist es, die Rolle der Unternehmerinnen und Unternehmer für den Wohlstand und die Zukunftsfähigkeit Deutschlands sichtbarer zu machen. In der laufenden Reformdebatte treten sie zusammen mit den Industrie- und Handelskammern (IHKs) für die Stärken der sozialen Marktwirtschaft ein. 

„Deutschland braucht jetzt den Mut zu echten Reformen und den Blick auf diejenigen, die jeden Tag Lösungen schaffen“, sagt DIHK-Präsident Peter Adrian zum Ausbau der Initiative der deutschen Industrie- und Handelskammern mit zusammen mehr als drei Millionen Mitgliedsunternehmen. „Unsere Kampagne setzt bewusst ein positives Signal in einer Zeit, die oft von Unsicherheit geprägt ist. Sie zeigt, wie Unternehmerinnen und Unternehmer täglich Verantwortung übernehmen, Chancen nutzen und unser Land voranbringen.“

MITMACHPLATTFORM ALS HERZSTÜCK DER KAMPAGNE

Die Kampagne zeigt Firmenlenkerinnen und Firmenlenker aus allen Regionen und Branchen. Der Claim „Wir unternehmen das“ betont die Rolle unternehmerischen Engagements bei der Bewältigung zentraler Herausforderungen — von Ausbildung über Digitalisierung und industrieller Innovation bis hin zu globalen Märkten und gesellschaftlichem Zusammenhalt. „Wir rücken die Kernwerte der sozialen Marktwirtschaft in den Mittelpunkt: Verantwortung und Freiheit“, so Adrian. „Unternehmertum heißt für uns, Lösungen zu schaffen, Chancen zu nutzen und Zukunft zu gestalten.“

Zentrales Element der Kampagne ist die Plattform www.wir-unternehmen-das.de, die als Mitmach-Initiative angelegt ist. Echte Menschen aus dem Mittelstand stehen hier im Rampenlicht. Sie können die Motive auf der Plattform in wenigen Schritten und Minutenschnelle selbst produzieren und umgehend veröffentlichen. Die IHKs vor Ort unterstützen die Wirtschaft bei der Kampagnenarbeit und motivieren die Unternehmerschaft in ihren Regionen zum Mitmachen. 

KLARE BOTSCHAFT AN DIE POLITIK 

Inhaltlich ist die Kampagne eng mit den aktuellen wirtschaftspolitischen Debatten verknüpft. Die DIHK versteht „Wir unternehmen das“ auch als aktive Begleitung der Reformagenda. „Wir müssen stärker darüber sprechen, wie Wertschöpfung entsteht und welche Bedingungen Unternehmen brauchen, um erfolgreich zu sein“, so Adrian. „Deutschland hat die wirtschaftliche Stärke und den Unternehmergeist, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern. Aber wir brauchen jetzt politische Klarheit, wirtschaftlichen Mut und Tempo bei der Umsetzung. 2026 darf nicht das Jahr der Diagnose bleiben, es muss das Jahr der Entscheidungen werden.“

WIRTSCHAFT ALS TEIL DER LÖSUNG

Die Kampagne soll nach den Worten von DIHK-Hauptgeschäftsführerin Dr. Helena Melnikov auch das Ansehen von Unternehmerinnen und Unternehmern stärken. Knapp die Hälfte von ihnen fühlt sich laut einer DIHK-­Befragung vom Sommer 2025 von Politik und Gesellschaft nicht ausreichend anerkannt. „Das müssen wir im Interesse unseres ganzen Landes ändern“, so Melnikov. „Unternehmerinnen und Unternehmer tragen jeden Tag Verantwortung für ihre Beschäftigten, die Regionen und unseren Wohlstand. Dieses Engagement verdient mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung. Gerade jetzt, wo wichtige Reformen anstehen, brauchen wir den Schulterschluss von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, damit aus Reformdebatten echte Fortschritte werden.“

     

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