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Vom Barcode zur Gebäudetechnik
GS1 steht hinter dem Barcode, der beim Einkaufen an praktisch jeder Kasse gescannt wird — ein Standard, der weltweit zwei Millionen Unternehmen verbindet. Jetzt investiert die Kölner Organisation über ihren Accelerator und Investmentarm butterfly & elephant in das Herforder Start-up Lichtwart. Für das junge Technologie-Unternehmen aus Ostwestfalen ist das ein wichtiger Schritt auf dem Weg, seine Serviceplattform deutschlandweit in Gewerbeimmobilien einzusetzen.
Lichtwart hat sich darauf spezialisiert, technische Anlagen in Gebäuden — etwa Heizungen, Lüftungen oder Beleuchtung — digital zu überwachen und zu steuern. Besonders für Unternehmen mit vielen Standorten, etwa Tankstellenketten oder Supermarktbetreiber, sei das interessant: Statt vor Ort nach dem Rechten zu sehen, behalten Betreiber ihre gesamte Anlagentechnik von einer zentralen Plattform aus im Blick. Störungen werden automatisch gemeldet, bevor sie zum teuren Problem werden. „Unsere Kunden sehen mit Lichtwart erstmals, was an ihren Standorten tatsächlich passiert — und zwar in Echtzeit“, erklärt Gregor Giataganas, CEO und Mitgründer von Lichtwart. „Damit können Betreiber früher reagieren und ihre Standorte über Filialen hinweg effizienter organisieren. Und das bedeutend günstiger als mit vielen bekannten Systemen zur Gebäudeautomatisierung.“
Über die Beteiligung erweitere Lichtwart nun seine Technologie um die weltweit etablierten Standards von GS1. Ziel: Technische Anlagen und ihre Standorte sollen künftig eine Art digitalen Ausweis erhalten, der auch über die Lichtwart-Plattform hinaus verstanden wird. „Lichtwart zeigt, wie sich Gebäudetechnik vom einzelnen Standort bis zum großen Filialnetz digital steuern lässt. Mit GS1 Standards geben wir dieser Plattform eine gemeinsame Sprache, die über System- und Unternehmensgrenzen hinweg verstanden wird“, sagt Benjamin Birker, Managing Director bei butterfly & elephant.
Für Lichtwart, eine autonome Serviceplattform für Licht-, Energie- und Gebäudemanagement, ist die Beteiligung ein weiterer Baustein auf dem Wachstumskurs des Unternehmens, das von Herford aus mittlerweile Kunden in ganz Deutschland betreut. Durch die Kombination aus intelligenter IoT-Hardware aus Deutschland, Cloud-Software, globaler Konnektivität der Telekom und einem offenen Partner-Ökosystem werden technische Anlagen digital identifizierbar, kontinuierlich überwacht und zunehmend autonom betrieben. Betreiber könnten so Energie- und Betriebskosten senken, Serviceeinsätze reduzieren und die Grundlage für den intelligenten Betrieb ihrer Bestandsimmobilien schaffen.



