Titelthema
Gesucht wird das Besondere
Geprägt von lebenswerten Städten und Dörfern mit attraktiven Wellness- und Gesundheitsangeboten, abwechslungsreicher Natur sowie westfälischer Gastlichkeit bietet die Urlaubs- und Freizeitregion Teutoburger Wald ein vielfältiges Erholungsangebot. Sie beherbergt zahlreiche einzigartige Sehenswürdigkeiten und verfügt über attraktive kulturelle Angebote. Themen wie Fachkräftemangel, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sind Herausforderungen, die die Branche zu meistern hat.
Die Barista-Maschine zischt, der Lachsbagel wird auf dem Teller drapiert, Stimmengewirr füllt den Raum — ein Dienstagvormittag im Kontor Kaffee, das zum Hotel Hansa gehört. Etwa 50 der 80 Sitzplätze sind belegt. Zentrale Lage, mitten in der Herforder Innenstadt, quasi als Scharnier zwischen Altem und Neuem Markt. Der gute Geist hinter beidem ist Henrik Krömker. Was sein Großvater als Backstube und Café 1934 übernommen und sein Vater Heinz-Georg zum Hotelbetrieb weiterentwickelt hat, leitet Krömker seit 2014 verantwortlich als dritte Unternehmergeneration. In seinem Kontor Kaffee, das 2011 eröffnet und 2017 erweitert wurde, setzt Krömker auf ein Coffeeshop-Prinzip. Gleichzeitig wird es für das Frühstücksbuffet für die Hotelgäste genutzt. „Ich liebe die Hotellerie“, sagt der 50-Jährige. Seine Begeisterung für Kaffee zeigt sich auch darin, dass er sich zum Kaffee-Sommelier weitergebildet hat, im Café betreibt er eine kleine Schau-Rösterei. Als ausgebildeter Hotelfachmann habe er unter anderem in London und Berlin gearbeitet, „in der Luxushotellerie“. Den Abschluss als Hotelbetriebswirt hat er ebenfalls in der Tasche, bevor er Anfang der 2000er-Jahre in den Familienbetrieb einstieg.
„VERÄNDERUNGEN WERDEN BELOHNT“
Die Gäste seines Garni-Stadthotels unterteilt Krömker in zwei Gruppen: zum einen Geschäftsreisende in der Woche, am Wochenende checken dann Individual-Reisende ein, die anspruchsvoll seien. Unter seiner Regie hat er die Anzahl der Zimmer mit 34 mehr als verdoppelt, 60 Betten zählt das Haus. 2017 konnte Krömker ein Nachbargrundstück kaufen. „Dort war ein inhabergeführtes Textilgeschäft ansässig. Auch das zeigt den Wandel der Innenstadt. Der Handel geht, wir als Dienstleister rücken nach.“ In dem Neubau ist das Kontor Kaffee untergebracht, die darüberliegenden designorientierten Zimmer vermarktet er als „Black Suites“: „Schwarz ist eine klassische Hotelfarbe, die elegant und hochwertig wirkt.“ Der begeisterte Unternehmer ist überzeugt: „Veränderung und Modernität werden belohnt.“
„Die Hotellerie ist ein Wachstumsmarkt“, überrascht Krömker, Corona habe zwar einen Dämpfer gebracht, aber: „Im Vergleich zu vor 20 Jahren wird mehr gereist.“ Dabei gehe der Trend zu Kurzreisen.
Angesprochen auf die Tourismusregion Ostwestfalen fällt sein Bekenntnis eindeutig aus: „Ich bin Freund und Fan davon, als gemeinsame Region Teutoburger Wald vermarktet zu werden.“ Nachholbedarf sieht er hingegen auf der Stadtebene, da wünscht sich der Hotelier, dass noch mehr passiert: „Wir haben einige Pfunde, mit denen wir wuchern können. Herford kann sich beispielsweise stärker als Hansestadt positionieren, kaum jemand weiß, dass wir Standort der Nordwestdeutschen Philharmonie sind. Der Standort muss weiter gestärkt werden, auch Herford ist eine Reise wert“, lässt der gebürtige Herforder kurz Lokalpatriotismus aufblitzen. Als positiv bewertet der zweifache Familienvater das aktuelle Projekt des Teutoburger Wald Tourismus, die Region zur „Modellregion Nachhaltiger Tourismus“ weiterzuentwickeln.
Das Thema Nachhaltigkeit spielt auch in seinem Hotel eine große Rolle. Krömker beteiligt sich an der diesjährigen „Ökoprofit“-Runde, einem Beratungsangebot, das für Umwelt- und Ressourcenschutz insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen wirbt und bei der Umsetzung unterstützt. „Hotels haben generell einen hohen Energiebedarf.“ Geplant sei unter anderem, das in die Jahre gekommene Blockheizkraftwerk im kommenden Jahr durch eine neue Anlage zu ersetzen. Darüber hinaus will Krömker ein Managementsystem etablieren, die Klimabilanz des Hotels verbessern und Bewusstsein bei seinen insgesamt 30 Mitarbeitenden schärfen. Vor rund drei Jahren fragte ein Industriekunde nach der Nachhaltigkeitsbilanz seines Hotels, bevor er die Geschäftsführung einmietete. „Wir konnten auch damals schon das ein oder andere vorweisen, hatten allerdings noch keine Zertifizierung. Ich bin überzeugt, dass die Zertifizierung früher oder später für Industriekunden bei Buchungsanfragen ausschlaggebend sein wird.“
Als weiteren Schritt plant Krömker die Bio-Zertifizierung seiner Kaffees. Bislang achte er darauf, Fairtrade-Bohnen für die eigenen Röstungen zu verwenden. „Es reicht heute auch in der Innenstadt nicht mehr aus, einfach die Türen zu öffnen — und die Leute strömen herein. Gäste wollen hybrid bedient werden. Deswegen vertreiben wir unsere Kaffees seit kurzem auch über einen eigenen Online-Shop. Wir sind ein ‚Gast-Haus‘, für das ich noch viel Potenzial sehe — gekoppelt an das Potenzial der Stadt und der Region.“
ABWECHSLUNGSREICHE DESTINATION
Egal, ob Aktivurlaub in der Natur beim Wandern und Radfahren oder das Erleben kultureller Events in Verbindung mit Wellnessangeboten — Gästen wird eine Fülle von Möglichkeiten geboten, einen attraktiven Urlaub im Teutoburger Wald zu genießen. Die Destination erstreckt sich von der Porta Westfalica im Norden bis zur Paderborner Hochfläche im Südwesten sowie von der Emsebene um Gütersloh im Westen bis zum UNESCO Weltkulturerbe Kloster Corvey bei Höxter an der Weser im Südosten. Der Tourismus ist in Ostwestfalen-Lippe ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, trägt er doch erheblich zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region bei. Die Destination gehört zu einer der übernachtungsstärksten in NRW. Als klassische Querschnittsbranche profitieren neben dem Gastgewerbe auch andere Wirtschaftsbereiche wie der Einzelhandel oder das Dienstleistungsgewerbe. Neben den ökonomischen Effekten stärkt der Tourismus auch die Standortattraktivität. Er erhöht die Lebens- und Aufenthaltsqualität nicht nur für Gäste, sondern auch für die Bevölkerung und die Unternehmen.
TREND ZU GESUNDHEITSTOURISMUS
Mit sechs staatlich anerkannten Heilbädern, einem heilklimatischen Kurort, vier Kneippkurorten sowie zehn Luftkur- und Erholungsorten gilt der Teutoburger Wald als „Heilgarten Deutschlands“. Die Bezeichnung ist nicht aus der Luft gegriffen, sondern fußt auf einer Entwicklung, die sich Ende des 18. Jahrhunderts abzeichnete. Damals wurden zahlreiche Quellen erbohrt, für den Kurgast entdeckt und vermarktet. Neben der Nutzung von Solebädern oder Trinkbrunnen sollten die Erholungssuchenden ein entsprechendes Ambiente vorfinden. Zusätzlich zu den zumeist klassischen Heilmitteln wie Wasser, Sole und Moor wurden Gartenanlagen und Parks angelegt. Es entstanden Badhäuser und Wandelhallen für die Anwendungen sowie Kurhäuser für das Begleitprogramm in der Kur. Insbesondere nach dem zweiten Weltkrieg nahmen die Übernachtungszahlen infolge von Kurverordnungen drastisch zu. Gemäß dem Motto „Morgens Fango, abends Tango“ wurde die Kur zu einer über die Krankenkassen finanzierten Erholung.
Der zuvor weitestgehend private Kuraufenthalt wurde durch die öffentlich finanzierte Kur ersetzt. Mit der Gesundheitsreform von Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer im Jahr 1997 wurde diese Entwicklung gestoppt. Die Übernachtungszahlen im Teuto-burger Wald brachen deutlich ein. Viele Heilbäder und Kurorte gerieten in eine schwere Krise. Mittlerweile hat der Teutoburger Wald diese strukturelle Veränderung gemeistert. Der Trend zum Gesundheitstourismus kombiniert mit der vorhandenen Infrastruktur und interessanten Wellnessangeboten be-stehend aus Ernährung, Bewegung und Runterschalten, dem so genannten Down-Shifting, haben dazu geführt, dass der Gesundheitstourismus im Teutoburger Wald eine Renaissance erlebt.
ENTWICKLUNGEN DER ÜBERNACHTUNGSZAHLEN
Als „Deutschlands Heilgarten“ war die Tourismusdestination Teutoburger Wald über viele Jahre hinweg übernachtungsstärkste Region in NRW und zwar mit deutlichem Abstand zu anderen Destinationen. Im Zeitablauf der vergangenen 15 Jahre zeigte sich aber, dass die Übernachtungszahlen im Teutoburger Wald weniger stark wuchsen als in anderen Regionen. Erstmalig rutschte der Teutoburger Wald 2014 auf Platz 2 der Rangfolge. In 2022 erreichte er nur noch den 4. Platz. Die Übernachtungszahlen fielen 2020 und 2021 in Folge der Corona-Pandemie unter die fünf-Millionen-Grenze. Dennoch waren Reisen in den eher ländlich geprägten Raum gefragt, so dass der Teutoburger Wald im Ranking wieder auf Platz eins landete. Nach der Corona-Pandemie erholten sich die Reisemärkte, insbesondere Städtereisen wurden wieder attraktiver. Der Teutoburger Wald rutschte erstmalig im Betrachtungszeitraum auf Platz vier. Zielsetzung aus Sicht der IHK ist es, im Ranking wieder aufzusteigen und erneut übernachtungsstärkste Region in NRW zu werden.
VERÄNDERTES REISEVERHALTEN
Die Auswahl einer Destination, die Organisation einer Reise sowie der Aufenthalt vor Ort haben sich für Reisende in den vergangenen Jahren deutlich gewandelt. Durch die Digitalisierung ist das Smartphone für viele Menschen ein ständiger Begleiter und wird für die gesamte touristische Servicekette eingesetzt. Es startet mit der Inspiration zu einer Reise, die Phase der Informationsgewinnung über konkrete Angebote bis hin zur Buchung der Reise und dem Aufenthalt am Reiseort. Reisende möchten über das Angebot an Aktivitäten digital informiert sein. Dabei wird auch erwartet, dass sämtliche Informationen immer und überall verfügbar sind. Aufgrund der digitalen Möglichkeiten werden alle touristischen Angebote sowie Preis- und Qualitätsgesichtspunkte miteinander verglichen.
Der Trend zum individualisierten Reisen prägt den Tourismus. Reisende haben heute mehr denn je den Wunsch nach besonderen Erlebnissen, die ihre persönlichen Motive, Interessen und Vorstellungen nahezu perfekt erfüllen. Gesucht wird das Besondere. Gern werden neue Möglichkeiten beispielsweise der shared economy wie Airbnb oder des glamourösen Campings, auch Glamping genannt, genutzt. Darüber hinaus werden Gäste zunehmend multioptional. Grundsätzlich besteht ein Interesse an einer Vielzahl von unterschiedlichen Urlaubsangeboten. Dahinter verbirgt sich der Wunsch, beispielsweise Erleben, Gesundheit, Kultur und Wellness, oder auch Aktivität und Entspannung miteinander zur kombinieren. Daraus ergeben sich vielfältige Chancen für den Tourismus — jetzt und in Zukunft.
TOURISMUS ALS WIRTSCHAFTS- UND STANDORTFAKTOR
Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, der einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Region Ostwestfalen-Lippe leistet. Da es sich hierbei um eine Querschnittsbranche handelt, profitieren neben dem Gastgewerbe auch der Einzelhandel, Dienstleistungsunternehmen und das Handwerk. Der Tourismus erwirtschaftet ein hohes Umsatzvolumen, leistet wichtige Steuereinnahmen und stellt eine Vielzahl von Arbeits- und Ausbildungsplätzen in der Region. Die DWIF-Consulting GmbH hat die touristischen Umsätze in der Tourismusdestination Teutoburger Wald für das Jahr 2019 erhoben. 2021 wurden die Zahlen inklusive einer Ausfallbetrachtung durch Corona für das Jahr 2020 veröffentlicht. Demnach wurde im Jahr 2019, also vor der Corona-Pandemie, ein Bruttoumsatzvolumen von mehr als drei Milliarden Euro erwirtschaftet. Profiteure sind mit 41 Prozent vor allem gastgewerbliche Betriebe. Der Einzelhandel erwirtschaftet fast 36 Prozent am gesamten Umsatzvolumen. Die Dienstleistungsunternehmen erhalten circa 23 Prozent dieses Umsatzes.
NACHHALTIGKEIT ALS ZENTRALE ZUKUNFTSAUFGABE
Markus Backes arbeitet gemeinsam mit seinem 15-köpfigen Team an der Zukunft des regionalen Tourismus: Der Leiter des Teutoburger Wald Tourismus (TWT), ein Fachbereich der OWL GmbH, freut sich, dass 2,4 Millionen Euro für das Projekt „Modellregion Nachhaltiger Tourismus“ (MoNaTour) zur Verfügung stehen. 80 Prozent der Summe werden vom Land gefördert, 20 Prozent Eigenanteil kommen aus der Region. Rund eineinhalb Jahre Planungszeit hat Backes bislang investiert. Ziel ist es, den Teutoburger Wald in den kommenden Jahren als nachhaltiges Reiseziel zu zertifizieren. „Das Thema Nachhaltigkeit wird immer präsenter. Jetzt können wir die Förderkulisse nutzen, um die Region auf diesem Gebiet voranzubringen.“
Für die Zertifizierung arbeitet der TWT mit „TourCert“ zusammen, einem Zertifizierungsanbieter aus Stuttgart, der mit den Slogan „Travel for Tomorrow“ auf seiner Website wirbt. „Es ist das Siegel, das in der Branche am weitesten verbreitet ist“, begründet Backes die Auswahl. Wichtig sei, dass bei der Bewertung alle drei Säulen der Nachhaltigkeit berücksichtigt werden — Ökologie, Ökonomie und Soziales. „Der Zertifizierungsprozess hat keine hohen Einstiegshürden. Wichtig ist, dass die Teilnehmer in einen Prozess einsteigen und in Punkto Nachhaltigkeit kontinuierlich besser werden“, wirbt Backes für das Projekt, „kein Betrieb fängt bei Null an.“ Ein Beispiel: Würden in einem Restaurant oder in einer Hotelküche bereits 15 Prozent regionale Produkte eingesetzt, um Schmackhaftes auf den Teller oder das Frühstücksbuffet zu zaubern, könnte das Ziel lauten, die Quote auf 20 Prozent zu erhöhen. Auch der Einbau moderner Perlatoren in Duschen zum Wassersparen, von Bewegungsmeldern in Fluren oder der Verzicht von Einmalverpackungen auf besagtem Buffet, können kleine Schritte im Sinne der Zertifizierer sein. Damit die Leistungserbringer, sprich Gastronomen oder Hoteliers, bei Interesse schnell Kontakt aufnehmen können, werden durch die Fördergelder in den Partnerkreisen jeweils eigene Ansprechpartner finanziert, die beraten.
„Nachhaltigkeit ist die zentrale Zukunftsaufgabe für den Tourismus“, sagt Backes. Die Nordeifel, das Sauerland und Siegen-Wittgenstein seien in NRW Vorreiter und bereits als nachhaltiges Reiseziel zertifiziert, „wir sind vorne mit dabei“. Mittelfristig würden Gäste bereit sein, mehr für nachhaltigen Tourismus zu bezahlen, ist der Experte überzeugt. Dazu sei es entscheidend, dies den Gästen zu vermitteln, kein Greenwashing zu betreiben. „Auf das Storytelling kommt es an. Wir sind klassisches Kurzurlaubsziel. Unsere Stärken wollen wir weiter ausbauen, das Wanderwegenetz, die Radwege, die Kulturangebote und Erlebniswelten, die Position als ‚Heilgarten Deutschlands‘. Dabei wird ‚Nachhaltigkeit‘ kein Thema, das ‚neben‘ unseren eigentlichen Tourismusthemen steht, sondern es wird zum Bestandteil aller touristischen Angebote.“ Ein Arbeitspaket innerhalb des Zertifizierungsprozesses sieht vor, die Kommunikation über die Angebote in der Region auszubauen. Ein weiteres enthält Seminare mit Leistungsanbietern, um Wissen zu vermitteln und für Nachhaltigkeits-Themen zu sensibilisieren.
Nachhaltigkeit bedeute auch, das digitale Besuchermanagement auszubauen. Echtzeitdaten sollen die Zahl der Besucher an den unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten erfassen. Wird es beispielsweise am Wochenende am Kaiser Wilhelm-Denkmal zu voll, kann die App Ausflugsalternativen nennen und vorschlagen, das Denkmal in Porta Westfalica zu einem späteren Zeitpunkt erneut anzusteuern. „Durch kluges Besuchermanagement lässt sich überschüssiger Verkehr vermeiden“, sagt Backes.
RIESIGER KONKURRENZDRUCK IM DEUTSCHLANDTOURISMUS
Nach Zahlen des TWT gibt es pro Jahr über sieben Millionen Übernachtungen zwischen Minden-Lübbecke und Höxter. Die Gäste kommen überwiegend aus den Niederlanden, NRW, Niedersachsen, Bremen, Hamburg oder Berlin. Die regionale Tourismusbranche und nachgelagerte Betriebe bieten über 50.000 Arbeitsplätze, rund drei Milliarden Euro werden so zur regionalen Wirtschaftskraft beigesteuert.
Zuweilen wird von Gästen das fehlende gastronomische Angebot an Wander- oder Radwegen bemängelt. Deshalb sieht ein Arbeitspaket innerhalb des Zertifizierungsprozesses vor, mehr regionale Erzeuger oder Direktvermarkter einzubinden — der Hofladen kann dann auf der Radtour zum Zwischenstopp für die Kaffeepause werden oder der Food-Truck am Wochenende am Wanderparkplatz für die nötige Stärkung sorgen.
„Im Deutschlandtourismus gibt es einen riesigen Konkurrenzdruck. Wir müssen ständig investieren, damit wir wettbewerbsfähig bleiben. Dabei ist Tourismus nicht nur Wirtschafts- sondern auch Standortfaktor: Das, was für Touristen attraktiv ist, ist auch für die eigene Bevölkerung attraktiv.“
Dr. Claudia Auinger, Heiko Stoll



