Titelthema
MEINUNG
Ostwestfalen ist eine bedeutende Wirtschafts- und Industrieregion, geprägt durch eine beeindruckende Vielfalt mittelständischer Unternehmen. Dabei zeichnet sich die Region durch einen besonders sparsamen Umgang mit Wirtschaftsflächen aus. Laut den jüngsten Angaben von IT.NRW beträgt der Anteil der Gewerbe- und Industrieflächen an der Gesamtfläche Ostwestfalens lediglich 2,2 Prozent, verglichen mit einem Anteil von drei Prozent in ganz NRW. Diese Zurückhaltung zeigt sich auch in der Tatsache, dass es in Ostwestfalen kaum brachliegende Flächen gibt, die für eine gewerbliche Nutzung aktiviert werden könnten.
2017 hat sich die Region auf den Weg gemacht, einen neuen Regionalplan zu erarbeiten. Die Industrie- und Handelskammern Ostwestfalen und Lippe sowie die Handwerkskammer OWL haben von Anfang an mit dem Gutachten „Flächen für die Zukunft“ einen wichtigen Impuls in die Diskussion eingebracht. Schon damals war der Mangel an Wirtschaftsflächen in der Region akut. Zahlreiche Unternehmen mussten und müssen ihre Expansionspläne aufgrund der Flächenknappheit zurückstellen.
Umso erfreulicher ist es, dass der neue Regionalplan OWL den Städten und Gemeinden nun eine gewisse Flexibilität in der Flächenentwicklung ermöglicht.
Jetzt sind die Kommunen in Ostwestfalen am Zug, den Plan mit Leben zu füllen. In den Jahren nach 2017 haben die Städte, Gemeinden und Kreise mit Bedarfsprognosen eine wichtige Basis geschaffen. Doch durch die multiplen Krisen der vergangenen Jahre haben sich die Rahmenbedingungen erheblich verändert. Deshalb ist es notwendig, dass die Kommunen neue Strategien und Ziele entwickeln, um eine nachhaltige Entwicklung von Wirtschaftsflächen zu gewährleisten. Die IHK Ostwestfalen steht den Städten und Gemeinden dabei als verlässlicher Partner zur Seite und setzt sich gemeinsam mit ihnen für ein erweitertes Angebot an Gewerbe- und insbesondere hochwertigen Industrieflächen für die heimischen Unternehmen ein.



