Titelthema
Attraktive Absatzchancen nutzen
Indien bietet vielen deutschen Unternehmen als Exportmarkt attraktive Absatzchancen. Aber auch Investitionen vor Ort ziehen Unternehmen in Betracht, um beispielsweise von der hohen Anzahl an Fachkräften oder einem geringeren Lohnkostenniveau zu profitieren.
Die Finanzierung von Investitionen in Indien stellt dabei vor allem kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) oft vor Herausforderungen. Zahlreiche Förderinstrumente auf Landes- und Bundesebene sowie im Zielland können bei der Realisierung der Vorhaben helfen:
Förderangebote auf Landesebene
Bereits bei der Erschließung von Auslandsmärkten berät das Enterprise Europe Network (EEN). NRW.Europa, als regionales Netzwerk des EEN für NRW, hilft beispielsweise kostenfrei bei der Entwicklung von Internationalisierungsstrategien sowie der Suche nach Geschäfts- und Kooperationspartnern in Europa. Die NRW.BANK recherchiert individuell geeignete Förderinstrumente für Vorhaben im Ausland – auch in Indien – und berät innerhalb des NRW.Europa-Netzwerks Unternehmen insbesondere hinsichtlich Finanzierung und Förderung.
Darüber hinaus bietet die NRW.BANK als Förderbank des Landes Nordrhein-Westfalen zinsgünstige Darlehen für Direktinvestitionen im Ausland an. Mit dem NRW.BANK.Universalkredit können Maßnahmen finanziert werden, die im Zusammenhang mit exportbezogenen Tätigkeiten stehen, von der Marktanalyse bis zum Standortaufbau. Die Förderdarlehen werden über die Hausbanken an die Unternehmen vergeben.
Unterstützung vom Bund
Auf Bundesebene vergibt die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH Zuschüsse in Höhe von bis zu zwei Millionen Euro für Projekte, die einen nachhaltigen Nutzen für die Menschen vor Ort schaffen.
Zudem bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Förderdarlehen für Investitionen im Ausland im Hausbankenverfahren. Für besondere Vorhaben, wie etwa Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz oder Investitionen in Umweltschutz und Nachhaltigkeit, offeriert die KfW spezielle Darlehensprogramme, die teilsweise besonders günstige Zinskonditionen aufweisen.
Außerdem unterstützt der Bund bei der Erschließung internationaler Märkte, so auch in Indien. Das Markterschließungsprogramm (MEP) informiert KMU über ausländische Märkte und bietet Leistungsschauen sowie Markterkundungs- und Geschäftsanbahnungsreisen an.
Darüber hinaus deckt der Bund wirtschaftlich und politisch bedingte Forderungsausfälle im Exportgeschäft ab. Mit der Inanspruchnahme von Exportkreditgarantien („Hermesdeckungen“) sichert der Exporteur sein Geschäft in Entwicklungs- und Schwellenländern ab. Er entrichtet eine Gebühr, um im Schadensfall mindestes eine 80-prozentige Rückzahlung erhalten zu können.
Auch für Direktinvestitionen in Indien bietet die Bundesrepublik Deutschland ein Absicherungsinstrument an: Die Investitionsgarantien des Bundes schützen Engagements deutscher Unternehmen etwa vor Unruhen, Krieg, behördlicher Willkür oder Enteignungen. Die Laufzeit der Garantien beträgt bis zu 15 Jahre.
Fördermöglichkeiten in Indien
NRW.Europa berät Unternehmen beim Markteintritt in Indien. Zudem fördert Indiens Regierung ausländische Investitionen mit Programmen wie „Make in India“. Das betrifft zum einen Förderanreize für die Ansiedlung von Standorten im Ausland. Zum anderen können auch ausländische Niederlassungen deutscher Unternehmen die entsprechenden Förderprogramme vor Ort nutzen.
Daneben bieten die einzelnen indischen Bundesstaaten Förderinstrumente an. Die Unterstützung ist breit gefächert und reicht von schnelleren Genehmigungsverfahren, Steuererleichterungen und zinsgünstigen Darlehen bis hin zu Zuschüssen.
Kontakt
NRW.BANK
EU- und Außenwirtschaftsförderung
Ansprechpartner für Vorhaben in Indien:
Justus Schünemann
Tel.: 0211 91741 7230
E-Mail: justus.schuenemann@nrwbank.de



