Lippe Wissen und Wirtschaft, Ausgabe 1/2022DruckenZurück


Unternehmen + Märkte

Was, wann, wo in Ostwestfalen

Maas Natur lobt erstmals Umweltpreis für Ostwestfalen aus

Zu seinem 40-jährigen Bestehen vergibt das Gütersloher Unternehmen Maas Natur erstmals den Umweltpreis „natürlich leben“. Mit der Auszeichnung sollen Initiativen, Vereine und Einzelpersonen aus Ostwestfalen unterstützt werden, die sich für eine lebenswerte Zukunft einsetzen. Das Preisgeld beträgt insgesamt 15.000 Euro. Die drei besten Projekte teilen sich bis zu 10.000 Euro, weitere sieben Plätze erhalten zusammen bis zu 5.000 Euro. Bewerbungen sind bis Dienstag, 31. März, möglich.

Bewertet werden die Vorschläge von einer unabhängigen Jury aus den Bereichen Wirtschaft, Soziales und Umwelt. Kriterien sind unter anderem Wirkung, Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit. Die Preisverleihung ist im Sommer geplant. „Wir geben Rückenwind für mutige Ideen. Der „natürlich leben Umweltpreis“ unterstützt Initiativen in OWL, die unsere Zukunft grüner machen — unabhängig, wirkungsorientiert und mit 15.000 Euro“, sagt Reinhard Maas, Gründer und Geschäftsführer von Maas Natur.

Maas Natur wurde 1985 in Gütersloh gegründet und zählt heute zu den Pionieren für nachhaltige Mode in Deutschland. Das Unternehmen hat sich von einem kleinen Anbieter ökologischer Kleidung zu einer etablierten Marke entwickelt, die für umweltfreundliche Materialien, faire Produktionsbedingungen und zeitloses Design steht. Mit dem Preis will das Unternehmen sein langjähriges Engagement für Nachhaltigkeit über die eigene Branche hinaus erweitern und Menschen sichtbar machen, die mit praktischen Ideen und Engagement vorangehen — vom Schulgarten über die Begrünung von Vereinsdächern bis hin zu Baumpflanzaktionen im Stadtteil. 

Eingereicht werden kann eine kurze Projektbeschreibung über die Website www.maas-natur.de/umweltpreis 

 

16. Deutscher Gefahrstoffschutzpreis (GSP) wird ausgeschrieben

Beschäftigte vor Gefahrstoffen schützen, Innovationen fördern und praktische Hilfestellungen aus den Arbeitsbereichen Industrie, Handwerk und Dienstleistung für den Praxistransfer — darum geht es beim Deutschen Gefahrstoffschutzpreis, den das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zum 16. Mal ausschreibt. Viele Beschäftigte sind Gefahrstoffen am Arbeitsplatz ausgesetzt, daher werden unter dem Motto „Sicher. Besser. Arbeiten“ neue Ideen und Anregungen ausgezeichnet, um Risiken zu vermeiden. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden insbesondere vorbildliche praktische Problemlösungen und Initiativen, die Beschäftigte vor Gefahrstoffen schützen. Teilnehmen können Einzelpersonen, Personengruppen sowie Organisationen und Unternehmen. 

Angesprochen sind hier vor allem die Branchen Recycling- und Kreislaufwirtschaft, Baugewerbe, Chemieindustrie, Holzwirtschaft, Metallindustrie sowie Verkehr und Logistik. Über die Vergabe des Preises entscheidet eine unabhängige Jury. Die Preisverleihung erfolgt im Herbst 2026. Bewerbungen können bis Dienstag, 31. März, unter gefahrstoffschutzpreis@baua.bund.de eingereicht werden.

 

„Zwischen Greenwashing und Glaubwürdigkeit – neue Regeln im UWG“

Die bevorstehenden Änderungen im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) bringen neue Anforderungen an allgemeine und künftige Umweltaussagen, Marken- oder Firmennamen mit Umweltaussagen, Nachhaltigkeitssiegel und Abverkaufsfristen mit sich, die Unternehmen aller Größen und Branchen unmittelbar betreffen. Am Freitag, 20. März, findet von 10.00 bis 12.30 Uhr via Teams eine Infoveranstaltung statt, die einen fundierten Überblick und praxisnahe Orientierung gibt. Neben kompakten Fachbeiträgen besteht die Möglichkeit, eigene Fragen einzubringen. 

Zu den Organisatoren zählen: Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), bdew Energie.Wasser.Leben, Markenverband, Handelsverband Deutschland, ZAW Die Werbewirtschaft, Wettbewerbszentrale, BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.

 

8. Tag der nachhaltigen Unternehmen 

Traditionell findet während der KlimaWoche Bielefeld der Tag der nachhaltigen Unternehmen statt, in diesem Jahr am Montag, 16. März. Veranstaltet wird er in Kooperation mit der Volksbank in Ostwestfalen eG sowie der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld und von der KlimaWoche Bielefeld e.V.

„KI & Klimaschutz — Potenziale der Digitalisierung nutzen“ — so lautet das Leitthema in diesem Jahr. Künstliche Intelligenz gilt als einer der größten Hebel unserer Zeit. Sie kann Prozesse effizienter machen, Ressourcen sparen, Emissionen senken und Unternehmen dabei unterstützen, ihre Nachhaltigkeitsziele messbar zu erreichen. Gleichzeitig wirft ihr Einsatz neue Fragen auf: Wie hoch ist der Energiebedarf digitaler Infrastrukturen? Wo liegen Grenzen und Risiken? Und wie gelingt eine verantwortungsvolle, zukunftsfähige Nutzung?

Der 8. Tag der nachhaltigen Unternehmen bringt Entscheiderinnen und Entscheider aus Wirtschaft, Institutionen und Kommunen der Region zusammen, um Orientierung zu geben, Chancen realistisch einzuordnen und konkrete Praxisbeispiele kennenzulernen. Den inhaltlichen Auftakt gestaltet Prof. Dr. Vanessa Just. Sie ist Gründerin und Geschäftsführerin der juS.TECH GmbH, Professorin an der FOM Hochschule, Herausgeberin im Springer Verlag und Mitglied der Geschäftsführung des KI-Bundesverbandes. Als eine der führenden Expertinnen für nachhaltige Digitalisierung unterstützt sie Unternehmen dabei, digitale Transformation mit ökologischer und sozialer Verantwortung zu verbinden. Best-Practice-Vorträge halten unter anderem René Füchtjohann, PHOENIX CONTACT Deutschland GmbH, Louis Schulze, Sustaind GmbH, und Felix Kathöfer, Katma Engineering GmbH. 

 

Bundespreis Ecodesign: Jetzt teilnehmen

Zum 15. Mal schreibt die Bundesregierung den Bundespreis Ecodesign für ökologisches Design aus. Bis Donnerstag, 2. April, können sich Interessierte bewerben. Seit 2012 spiegelt sich das große Interesse am Bundespreis Ecodesign in über 4.000 Einreichungen wider. Daraus gingen rund 430 Nominierungen hervor, von denen schließlich 151 Projekte prämiert wurden. Während es anfangs vor allem um ressourcenschonende Produkte und energieeffiziente Lösungen ging, rückten danach zunehmend Kreislaufwirtschaft, Reparierbarkeit und neue Nutzungs- und Servicekonzepte in den Vordergrund. Heute prägen systemische Ansätze, innovative biobasierte Materialien sowie digitale und KI-gestützte Lösungen das Bild. Ecodesign wird damit zunehmend als ganzheitlicher Hebel für eine nachhaltige Transformation verstanden.

Die Preisverleihung findet am 30. November in den Lichthöfen des Bundesumweltministeriums statt. Alle prämierten und nominierten Projekte werden europaweit auf Messen, in Museen sowie auf Design- und Umweltfestivals präsentiert. Begleitende Veranstaltungen, Impulsvorträge und Workshops bieten zusätzlich Sichtbarkeit, fachlichen Austausch und Vernetzungsmöglichkeiten. Ausgelobt wird der Preis in den Kategorien Produkt, Service, Konzept und Nachwuchs. Eingereicht werden können Arbeiten, die ökologische Verantwortung mit hoher Designqualität verbinden. Von marktreifen Produkten bis hin zu visionären Modellprojekten: Die Einreichungsmöglichkeiten umfassen Produkte oder Prototypen, Dienstleistungen und Systemlösungen, innovative Ideen in der Entwicklungs- oder Planungsphase sowie Arbeiten aus dem Studium. Neben technischen Lösungen spielen auch soziale Ansätze eine zentrale Rolle. Teilnehmen können Unternehmen und Start-ups aller Branchen und Größen, Designagenturen, Architektur- und Ingenieurbüros, Forschungsinstitute und gemeinnützige Organisationen sowie Studierende aus ganz Europa. 

Kontakt: Büro Bundespreis Ecodesign, Berlin, Tel.: 030 61 62 321-22.

 

Marketing OWL wird zum 18. Mal ausgeschrieben

Bereits seit 1997 wird die Marketing OWL — eine in Bronze gegossene Eule — an ein mittelständisch geprägtes Unternehmen aus dem Raum Ostwestfalen-Lippe verliehen, das sich in jüngster Vergangenheit nachweislich durch eine erfolgreiche Marketingstrategie „überproportional positiv“ in seinem Markt durchgesetzt hat. Kriterien für die Auszeichnung sind Markterfolg, innovative Leistungen im Marketing und eine insgesamt marktorientierte Unternehmensführung. Über die Preisvergabe entscheidet eine hochkarätige Jury aus Marketingfachleuten von Unternehmen, Institutionen und Organisationen. Die Preisverleihung findet im Herbst statt.

Bewerben können sich alle Unternehmen mit Sitz in Ostwestfalen-Lippe. Erwünschte Unterlagen: kurzes Unternehmerprofil, Marketingkonzept, Marketingziele, Zieleerreichung, die Wettbewerbssituation, wirtschaftliche Ist-Situation des Unternehmens, Umsätze der letzten Jahre sowie das Marketingbudget. Bewerbungsschluss ist am Montag, 13. April. 

Empfänger der Bewerbungen: Marketing Club Ostwestfalen-Lippe e.V., E-Mail: mc@artgerecht.de, Stichwort Marketing OWL 2026, Tel.: 0151 74 27 78 74. 

 

Unternehmerreise nach Rumänien: „Smart Industry & Nearshoring“

Rumänien hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der attraktivsten Wirtschafts- und Investitionsstandorte für deutsche Unternehmen entwickelt. Als EU-Mitglied mit einer starken industriellen Basis verbindet das Land Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Stabilität. Branchen wie Automobilbau, Maschinenbau, Elektrotechnik, Metallverarbeitung, Kunststoff- und Chemieindustrie sind fest etabliert und international vernetzt. Zahlreiche deutsche Unternehmen sind bereits erfolgreich vor Ort tätig und profitieren von leistungsfähigen lokalen Zulieferketten sowie hoher Qualitätsorientierung. Rumänien überzeugt zudem durch gut ausgebildete Fachkräfte, insbesondere Ingenieurinnen und Ingenieure sowie IT-Spezialisten.

Ein weiterer Pluspunkt ist die strategische Lage in Südosteuropa. Rumänien fungiert als Brücke zwischen West- und Osteuropa sowie zu Märkten am Schwarzen Meer. Dadurch eignet sich das Land hervorragend als Produktions-, Logistik- und Exportstandort innerhalb der EU. Hinzu kommen attraktive Investitionsbedingungen: wettbewerbsfähige Kostenstrukturen, EU-Förderprogramme, Investitionsanreize sowie ein unternehmensfreundliches Umfeld. 

In Kombination mit stabilen Wachstumsraten bietet Rumänien deutschen Unternehmen die Möglichkeit, effizient zu expandieren und neue Märkte zu erschließen.

Die Marktsondierungsreise vom 14. bis 17. September gibt Unternehmensvertreterinnen und Unternehmensvertretern aus der Industrie einen fundierten Überblick über die Marktpotenziale Rumäniens.