Lippe Wissen und Wirtschaft, Ausgabe 1/2022DruckenZurück
Fachinformatiker/-in Daten- und Prozessanalyse
Der Beruf der Fachinformatikerin/des Fachinformatikers für Daten- und Prozessanalyse ist ein moderner Ausbildungsberuf, der im Zuge der zunehmenden Digitalisierung neben den weiteren Fachrichtungen Anwendungsentwicklung, Systemintegration sowie Digitale Vernetzung entwickelt wurde.
Aufgabenbereiche
Unternehmen stehen vor der Aufgabe, große Datenmengen sinnvoll auszuwerten und Geschäftsprozesse effizient zu gestalten. Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse verbinden dabei informationstechnisches Fachwissen mit analytischem Denken und betriebswirtschaftlichem Verständnis.
Zu ihren Aufgaben gehört das Sammeln, Aufbereiten und Auswerten von Daten aus verschiedenen Unternehmensbereichen. Die Ergebnisse werden genutzt, um Abläufe transparenter zu machen und Entscheidungsgrundlagen zu schaffen, häufig in Form von Berichten, Diagrammen oder Dashboards. Zusätzlich analysieren sie bestehende Geschäftsprozesse, erkennen Schwachstellen und entwickeln Vorschläge zur Optimierung oder Automatisierung. Dabei arbeiten sie eng mit anderen Abteilungen zusammen und beachten Datenschutz- und Sicherheitsvorgaben.
Ausbildungsdetails
Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und findet im dualen System statt. Während dieser Zeit erwerben die Auszubildenden Kenntnisse in Datenbanken, Statistik, Programmierung, Prozessmodellierung sowie IT-Sicherheit. Programmiersprachen wie SQL oder Python spielen dabei eine wichtige Rolle. Einsatzmöglichkeiten sind in vielfältigen Branchen und Bereichen gegeben, darunter in der Industrie, im Handel, in der Logistik, im Finanzwesen oder im Öffentlichen Dienst.
Nach der Ausbildung bestehen vielfältige Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten, auch in der Höheren Berufsbildung, etwa als Berufsspezialist für Datenanalyse oder Bachelor Professional für IT.
Burkhard Heinisch, IHK