Lippe Wissen und Wirtschaft, Ausgabe 1/2022DruckenZurück


Aus- und Weiterbildung

„Kooperation IHK-Schule-Wirtschaft“ – neue Partnerschaften für die Fachkräfte von morgen besiegelt

Authentische Einblicke in Azubi-Berufe

Mit Unterstützung der IHK Ostwestfalen haben weitere drei Unternehmen eine Vereinbarung zur „Kooperation IHK-Schule–Wirtschaft“ unterzeichnet. Die IHK hat damit seit 2002 bereits die 283. Kooperation dieser Art in Ostwestfalen unterstützt. Mit diesem Projekt fördert die IHK seit vielen Jahren die enge Zusammenarbeit zwischen weiterführenden Schulen und ausbildenden Unternehmen in der Region. Ziel der Initiative sei es, jungen Menschen berufliche Perspektiven aufzuzeigen, praxisnahe Einblicke in die Arbeitswelt zu ermöglichen und Unternehmen die Chance zu geben, potenzielle Nachwuchskräfte kennenzulernen. 

Das Unternehmen CONTA-CLIP bietet verschiedene Ausbildungsberufe im kaufmännischen und gewerblich-technischen Bereich an. Geschäftsführerin Bianca Klaß: „Für Unternehmen wird es immer wichtiger, junge Menschen schon frühzeitig für verschiedene Ausbildungsberufe zu begeistern und sich selbst als attraktive Arbeitgeber zu positionieren. Durch die Kooperation mit der Europa-Gesamtschule Delbrück können wir den Schülerinnen und Schülern dabei helfen, realistische Einblicke in die Unternehmenswelt zu erlangen und gleichzeitig Kontakte zum potenziellen Azubi-Nachwuchs knüpfen.“ Marc Eigendorf, Schulleiter der Europa-Gesamtschule Delbrück, betonte: „Wir wissen um die Erwartungen, die Wirtschaft und Gesellschaft an Schule im Hinblick auf den Fachkräfte- und Nachwuchsmangel haben. Ich bin sehr froh, dass es trotz vieler Herausforderungen und Probleme immer wieder Unternehmen gibt, die aktiv die Zusammenarbeit mit den Schulen suchen. Eine Kooperation mit CONTA-CLIP ist für uns eine tolle Chance, denn wir brauchen Partner, damit unsere Schülerinnen und Schüler authentische Eindrücke vor Ort vom Ausbildungs- und Berufsleben sammeln können.“

Cristian Castaldi, Ausbildungsleiter Pflege am Bildungscampus der KHO, zu der auch das Franziskus Hospital in Bielefeld gehört, unterstreicht die Bedeutung der neuen Kooperation: „Ich erhoffe mir vor allem, dass unsere Lehrkräfte den Schülerinnen und Schülern persönlich begegnen und ihnen in direktem Austausch einen authentischen Einblick in die Vielfalt der Berufe der KHO geben können. Durch Gespräche vor Ort möchten wir Begeisterung wecken, Fragen unmittelbar beantworten und Hemmschwellen abbauen — insbesondere, wenn es um Bewerbungen oder erste Schritte in die Ausbildung geht.“ Darüber hinaus wolle man das gesamte Ausbildungsspektrum, das die KHO anbietet, sichtbar machen und zeigen, welche spannenden Wege dort entstehen können. „Wir als großer Träger möchten die Schülerinnen und Schüler ermutigen, ihren Weg im Gesundheitswesen selbstbewusst zu gehen und sich frühzeitig mit den Chancen in diesem zukunftsorientierten Arbeitsfeld auseinanderzusetzen.“