Lippe Wissen und Wirtschaft, Ausgabe 1/2022DruckenZurück
Dafür hat sich Ihre IHK abseits der Schlagzeilen eingesetzt – zwei Beispiele
STARKE WIRTSCHAFT, STARKE FRAUEN
Vor zwei Jahren fing alles mit einer Idee an: Anlässlich unseres 175-jährigen IHK-Jubiläums habe ich damals die Veranstaltungsreihe „Starke Wirtschaft, starke Frauen“ ins Leben gerufen, um Chefinnen und Unternehmerinnen in Ostwestfalen miteinander zu vernetzen. Im September kamen dann bereits zum dritten Mal zahlreiche Frauen bei uns in der IHK zusammen.
Unter dem Motto „Cocktail & Competence“ ging es um Positionierung, Auftritt und Kommunikation mit Hebel. Kommunikationsexpertin Imke Leith, die ich vor einiger Zeit bei einer anderen Veranstaltung kennengelernt hatte, gab dazu einige Denkanstöße: die Perspektive wechseln, auf die eigene Intuition hören und Klarheit über die eigene Rolle schaffen.
Wie lebendig unser Frauennetzwerk mittlerweile ist, zeigte sich für mich vor allem danach: Aus dem gemeinsamen Nachmittag wurde schnell ein Abend mit vielen guten Gesprächen, neuen Kontakten und zahlreichen Fragen an die Impulsgeberin.
Besonders gefreut hat mich, dass auch Frauen aus unserem Ehrenamt dabei waren, darunter unsere Vizepräsidentin Alexandra Altmann.
Es ist schön zu sehen, wie das Netzwerk stetig wächst und Frauen aus ganz unterschiedlichen Bereichen der ostwestfälischen Wirtschaft miteinander ins Gespräch kommen.
Passend dazu gab es diesmal übrigens einen kleinen Ingwer-Shot für die Teilnehmerinnen: stark und belebend — wie die Frauen in unserem Netzwerk. Denn eines ist klar: Unsere ostwestfälische Wirtschaft braucht starke Frauen und ihr Potenzial.
WIE AUS EINEM TIPP EIN AUSBILDUNGSPLATZ WIRD
Manchmal braucht es keine langen Wege, manchmal reicht ein kurzes Gespräch und jemanden, der weiß, wo es eine passende Chance gibt.
Die Suche nach einem Ausbildungsplatz führte den angehenden Schulabsolventen zur Messe „Ausbildung & Arbeit“ in seiner Heimatstadt Rheda-Wiedenbrück. Sein Berufswunsch stand fest: Biologielaborant. Doch trotz intensiver Suche war er bisher nicht fündig geworden. Im Gespräch mit einem IHK-Mitarbeiter auf der Ausbildungsmesse kam schließlich der entscheidende Moment. Der Schüler erzählte, bei welchen Unternehmen er sich bereits umgesehen hatte und welche Ausbildung für ihn infrage kam. Der IHK-Mitarbeiter hatte sofort eine Idee: „Haben Sie schon einmal an dieses Unternehmen gedacht?“ Die Antwort: „Nein.“
Was der Schüler nicht wusste: Das Unternehmen bildet genau in diesem Beruf aus, und war tatsächlich mit einem kleinen, recht unscheinbaren Stand auf der Messe vertreten. Der IHK-Mitarbeiter wusste es, denn durch seine Arbeit und sein Netzwerk kennt er die Ausbildungsangebote der regionalen Unternehmen und weiß, welche Betriebe ausbilden und wo aktuell Chancen bestehen.
Der Kontakt war schnell hergestellt: gemeinsam suchten sie den besagten Stand auf, wo sich Bewerber und Arbeitgeber austauschen konnten. Aus einem Hinweis wurde ein Gespräch, aus dem Gespräch eine Bewerbung, auf die ein Ausbildungsvertrag folgte.
Für den Schüler war es ein wichtiger Schritt in die berufliche Zukunft. Nicht immer geht es darum, möglichst viele Menschen gleichzeitig zu erreichen. Manchmal kommt es darauf an, im richtigen Moment die richtige Verbindung herzustellen.