Page 57 - Ostwestfälische Wirtschaft Mai 2024
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Novellierung Industriekaufmann/-frau zum 1. August
Foto: Racle Fotodesign/stock.adobe.com Lernzielbeschreibungen. Im letzten Ausbildungsdrittel erfolgt eine
Vertiefung der betriebswirtschaftlichen Kompetenzen durch ein
sechsmonatiges Einsatzgebiet. Das Portfolio der Einsatzgebiete
wurde deutlich gestrafft, um eine erste Spezialisierung am Ende der
Ausbildung zu ermöglichen. Die Modernisierung hebt insbesonde-
re die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung von Geschäfts-
prozessen hervor.
Neu ist die gestreckte Abschlussprüfung. Sie ersetzt die bisherige
Zwischenprüfung und fließt mit 25 Prozent in das Endergebnis ein.
Die berufsschulischen Lernfelder sind parallel zu den betrieblichen
Industriekaufleute arbeiten in verschiedenen Branchen und Grö- Inhalten abgestimmt und fördern fundiertes kaufmännisches Fach-
ßenordnungen von Unternehmen. Zu ihren Kernkompetenzen ge- wissen sowie vernetztes, analytisches und problemlösendes Den-
hören kunden-, geschäftsprozess- und projektorientiertes Arbeiten. ken. Die Modernisierung unterstreicht die ganzheitliche Sichtweise
Das Berufsbild wurde aufgrund wirtschaftlicher, technologischer auf komplexe Problemstellungen, auch im Kontext der digitalen Ar-
und arbeitsorganisatorischer Veränderungen modernisiert. Die beits- und Geschäftswelt. Der Beruf Industriekaufmann/-frau bleibt
grundlegende Ausrichtung des überarbeiteten Berufsbildes bleibt somit eine anerkannte „Premiummarke“ der kaufmännischen Erst-
im Wesentlichen weiterhin generalistisch, mit technikoffeneren ausbildung. Koray Sert, IHK
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